Archiv nach Kategorien: Chile 2009 - Seiten 2

Direktbus nach La Paz = 5 Busse und ein Schiff

Auf Umwegen sind wir jetzt in La Paz angekommen. Gebucht hatten wir einen Direktbus von Cuzco nach La Paz. Allerdings hat das nicht ganz geklappt. Angeblich ist der grosse Bus des Unternehmens kaputt gegangen also musste ein Teil der Passagiere doch mit Umsteigen fahren. Am Busbahnhof sind wir in einen Bus nach Puno eingestiegen in dem die Fenster nicht zugingen und es ziemlich kalt war. Allerdings fuhren wir nicht bis Puno sondern sind irgendwann mitten in der Nacht in einen anderen Bus umgestiegen der uns dann vollends nach Puno brachte. Dafür war es in diesem wärmer und wir hatten im unteren Teil des Doppeldeckerbusses ein Cama (Bett) :). In Puno durften wir dann in den nächsten Bus nach Copacabana umsteigen. Allerdings waren wir in dem Bus nur bis zur Grenze. Dort hiess es dann umsteigen in zwei kleine Busse und dann wirklich nach Copacabana. In Copacabana hatten wir zweieinhalb Stunden Aufenthalt und konnten gemütlich essen. Um 13:13 Uhr ging es dann mit dem nächsten Bus weiter bis ans Ufer des Titicacasees. Dort wurde dann der Bus auf ein „Schiff“ verfrachtet und wir auf ein anderes. Das „Schiff“ für den Bus hatte gerade mal genug Platz für das Busschen und den Bootsmann. Danach ging es dann im gleichen Bus weiter nach La Paz. Angekommen sind wir in unserem Hotel um kurz vor 18 Uhr. Laut erstem Ticket sollten wir um 10 Uhr da sein.

Machu Picchu vs Machu Pichu

Gestern sind wir von einer fünftägigen Wanderung über den 4600m hohen Salkantaypass, und durch das Urubambatal zurückgekommen. Los ging es am Dienstag, dem 4.8.09 von Cuzco aus. Um 4oo wurden wir von unserem Guía (Führer) abgeholt, das hieß aufstehen um 3:30, Rucksäcke packen und Checkout im Hotel. Nachdem wir dann zusammen mit unserem Guía anderthalb Stunden gewartet haben, kam endlich unser Bus. Dieser brachte uns dann in einer zweistündige Holperfahrt zu unserem eigentlichen Ausgangspunkt. Dort gab es dann ein kleines Fühstück mit der ganzen Gruppe, die aus elf Leuten bestand: Ein Puerto Ricaner, ein Costa Ricaner, eine Israelin, ein französisches Pärchen, ein US-Amerikaner aus Florida und seine Schwester, ein älteres US-amerikanisches Ehepaar aus Minnesota und wir beide. Jede Person durfte 5kg seines Gepäcks auf die uns begleitenden Pferde laden.
Um 10oo ging dann die Wanderung endlich los, über schmale Wege und durch dichten Dschungel die Anden hinauf. Da wir zwei Köche dabei hatten, bekamen wir gegen 1oo eine leckeres zweigängiges Menü serviert. Sogar Tische und Stühle wurden mittransportiert.
Abends erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang gegen 18oo unser Nachtlager auf ca. 3800m ü. NN. Während wir auf das ebenfalls wieder zweigängige Abendessen warteten, wurde es empfindlich kalt, so hoch in den Bergen. Zum Glück hatten wir unsere Skihose bzw. Skiunterwäsche, Mütze und Handschuhe dabei. Eine Stunde vor dem Essen, gegen 19oo, gab es (wie auch an jedem der folgenden Tage…) „Teatime“ mit salzigem Popcorn.. Bis zum Essen waren dann alle ohne warme Klamotten erfroren, der Rest war verhungert.
Nach dem Essen waren unsere Zelte dann schon aufgebaut, wir mussten nur noch die Isomatten und unsere eigenen Schlafsäcke hineinlegen. Die Nacht war zwar ziemlich kalt, ich hatte es in meinem Schlafsack allerdings sehr angenehm. Kerstin hat ein wenig gefroren. Da die Isomatten ziemlich dünn waren, taten mir nach der halben Nacht beide Hüften weh und ich hab kaum mehr geschlafen.
Geweckt wurde um 5oo mit einem Klopfen an der Zeltwand und einem Tee ans „Bett“. Nach dem Frühstück begannen wir um halb 7 dann den anstrengendsten Teil der Wanderung: Den vierstündigen Aufstieg auf den Pass des 4600m hohen Salkantay. Die dünne Luft ließ uns zwar ganz schön schnaufen, Schritt für Schritt kämpften wir uns aber dem höchsten Punkt entgegen. Danach lagen uns noch 2h Abstieg, ein Mittagessen und vier weitere Stunden Abstieg in den von Moskitos bevölkerten Dschungel vor uns. Abends wurde das Zelt auf einem nur noch 2900m hoch gelegenen Bauernhof aufgeschlagen. Es war nachts schon deutlich wärmer als in der Nacht zuvor. Am dritten Tag ging es ebenso früh weiter wie am zweiten. Der Weg führte das scheinbar unendlich lange Tal weiter bergab, allerdings war die morgendliche Wanderung schon gegen 12oo zuende: Ein Bus brachte uns auf den nächsten Campingplatz. Dort begrüßte uns ein ca. 20cm großes Äffchen ganz aufgeregt. Beim Abendessen klaute er sogar den Leuten das Essen vom Teller. Für Entspannung für die müden Füße und Muskeln sorgte allerdings vor dem Abendessen der zweistündige Aufenthalt in den Thermalbädern unter freiem Himmel, nahe dem Campingplatz.
Der vierte Tag begann etwas später als die anderen beiden. Erst gegen halb zehn wanderten wir los, nun das Urubambatal hinauf. Unser Gepäck wurde jetzt nicht mehr per Pferd, sondern per Auto transportiert. Als wir die Eisenbahn erreichten, gab es Mittagessen. Von hier ab mussten wir dann unser gesamtes Gepäck selbst schleppen. Ungefähr eine Stunde nach dem Mittagessen sahen wir das erste Mal den Machu Picchu! Machu Picchu ist eigentlich der Name des Bergs nahe der weltberühmten Inkastadt. Der ursprüngliche Name der Stadt ist bis heute leider unbekannt. Beim Aussprechen des Namens muss man aufpassen: Unser Guía Juan Carlos war Andino und sprach Quechua (Machu Picchu ist quechua). Er erklärte mir, dass „matschu pitschu“ auf englisch „old dick“ heißt… Man sollte den Namen besser korrekt, nämlich „matschu piktschu“ aussprechen. Das bedeutet dann „alter Berg“. Abends kamen wir in Aguas Calientes an und verbachten die Nacht im Hotel.
Die Wanderung am fünften Tag begann früher denn je: Um 3:30 klingelte der Wecker, um 4oo war Loslaufen angesagt. Da für die Besteigung des Huayna Picchu (von hier aus ieht man die alte Inkastadt von oben) pro Tag nur 400 Leute zugelassen werden, mussten wir unter den ersten sein, die in die Stadt gelassen werden. Nach knapp anderthalb Stunden Treppenrennen und gefühlten zehn Millionen Stufen hatten wir etwa 400Hm zurückgelegt und waren unter den ersten 150 Leuten. Um 6oo machte die Stadt auf und wir mussten ans andere Ende der Stadt rennen um ein Ticket für den Aufstieg.zu ergattern. Danach gab es eine entspannte und sehr interessante Führung von Juan Carlos durch die Inkastadt. Um halb elf bestiegen wir dann Waynapicchu und hatten von oben einen gigantischen Ausblick (Fotos folgen, ich muss euch leider alle noch vertrösten…)!!!
Gegen 15:30 verließen wir Machu Picchu wieder, diesmal nahmen wir den Bus ins Tal runter. Den Weg zurück nach Cuzco legten wir mit dem Zug zurück, da es im Urubambatal keine Staße gibt.
Heute haben wir einen Tag Pause eingelegt und waren mit dem französischen Pärchen Catherine und Nico und dem Puerto Ricaner Daniel gemütlich Essen. Anschließend habe wir alle fünf und eine entspannende Massage für insgesamt gerade einmal 25,-€ gegönnt.
Jetzt warten wir gerade noch auf den Bus, der uns über Nacht nach La Paz, Bolivien bringt.

Reise, Reise

Nachdem ich ja jetzt schon seit einiger Zeit nichts mehr von mir hab hören lassen, heute mal wieder ein neuer Blogeintrag. Mittlerweile haben wir schon ganz Chile hinter uns gelasssen. Wir waren am südlichsten Punkt der Welt auf dem Festland, in Punta Arenas. Nach dem Torres del Paine sind wir mit dem Flugzeug ca. 1000km nach Norden, nach Puerto Montt geflogen. Die Restlichen ca. 4000 km sind wir mit dem Bus in einigen Etappen gereist. In Temuco (etwa. 600km nördlich von Puerto Montt) haben wir meinen Mitbewohner Yuppi getroffen und sind auf Pferden um einen schneebedeckten Vulkan zu einem einsamen Wasserfall mitten im Dschungel geritten. Danach gings mit den Bus weiter nach Santiago, wo wir bei Gerhard unser Gepäck neu organisierten und u.a. die Badesachen, welche im kalten Süden eindeutig überflüssig gewesen wären, wieder einpackten. Am selben Tag sind wir mit einem Bus Cama (Bettbus) sehr bequem etwa 23h nach San Pedro de Atacama gefahren. Der Ort liegt mitten in der Atacamawüste und ist nach Ansicht mancher Menschen der trockenste bewohnte Ort der Welt und liegt auf einer Hochebene auf 2600m über dem Meeresspiegel. Wir haben die Trockenheit sehr stark im Hals gespürt, man konnte kaum so viel trinken, dass es nicht gekratzt hat. Nachwirkungen sind bis heute (drei Tage danach) noch spürbar. In der Wüste haben wir die Tatio Geysire angeschaut. Diese befinden sich auf 4200m ü.NN. und um sind am Besten um 6 Uhr morgens zu besichtigen, da sie dann die nächtliche Eisschicht durchbrechen und explodieren. Die Fahrt ging um 4 Uhr los, oben hatte es -14°C. Es fiel nicht wirklich leicht, sich bei dieser Temperatur die Klamotten vom Leib zu schälen um dann in einer der heißen Quellen baden gehen zu können. Aber im Wasser wurde der eiserne Wille belohnt: Je nach Stelle im Pool hatte es zwischen geschätzen 18°C und 60°C. Nach einigem Suchen konnten wir dann eine Stelle finden, an der es angenehm warm, aber auch nicht zu heiß war. Einmal richtig aufgeheizt war dann selbst das Verlassen des Wassers keine große Überwindung mehr. Die Badehose war allerdings an den Boden angefroren, nachdem wir die Klamotten wieder an hatten.
Nach den Quellen waren wir noch in der großen Salzwüste, nahe San Pedro. Die entsprach allerdings nicht meinen Erwartungen. Es war nicht die flache, weiße Fläche, es sah eher aus wie ein frisch gepflügter Acker, der mit dem Salzstreuer bearbeitet wurde. Endlos war die Ebene trotzdem. Naja, die weiße Fläche werden wir in Bolivien noch sehen. Dafür sahen wir einen bilderbuchhaften Sonnenuntergang, mit sich im seichten Wasser spiegelnden Flamingos.

Nach San Pedro ging die Reise weiter über Arica (nördlichste Stadt Chiles), Tacna (südlichste Stadt Perus) nach Arequipa. Eigentlich hatten wir in Arica einen Bus bis Lima gebucht. Abfahrt 10:30, Fahrzeit: 7h. Also sollten wir gegen 17:30 in Arequipa ankommen. Naja, die Rechnung stimmt zwar an einer deutschen Universität, nicht jedoch in Südamerika. Einen Bus gabs nicht. Stattdessen lotste uns der Verkäufer der Bustickets zu einem riesigen Gebrauchtwagenmarkt alter US-amerikanischer Schlitten. Dort fand
sich ein Taxifahrer, der außer uns noch auf drei andere Passagiere wartete. Der Gebrauchtwagenmarkt entpuppte sich also als gigantischer Taxistand. Nachdem nun das Auto um 11:30 mit 5 Passagieren zuzüglich Fahrer beladen war, ging die Reise los. Er teilte uns mit, dass er uns nur über die Grenze in die nächste Stadt, nach Tacna bringt. Und was ist mit unserem Bus nach Arequipa? Ja den gibts dann vielleicht in Tacna. An der Grenze wurden dann mehrere Papiere ausgefüllt, Pässe kontrollier, nochmal Papiere ausgefüllt, bemerkt, dass ich ja ein Studentenvisum habe, also auch noch meinen chilenischen Personalausweis kontrolliert, anderes Papier ausgefüllt. Dann wurde noch das Gepäck wie am Flughafen durchleuchtet und weiter ging die Reise. In Tacna angekommen hat sich unser Taxifahrer dann sehr nett um uns gekümmert und einen Bus nach Arequipa gesucht. Sogar bezahlt hat er ihn! Aha! Dann hatten wir also DOCH ein Busticket gekauft!
Mit Zeitumstellung sind wir dann gegen 22:00 Ortszeit in Arequipa angekommen.

In Arequipa gab es dann eine typische Stadtrundfahrt in einem gelben Touri-Doppeldeckerbus, jeder mit einem gelben Sonnenschild vom Veranstalter auf dem Kopf. Jetzt im Moment sitzen wir in einem Bus, mit dem wir einen zweitägigen Ausflug in den Cañon Colca machen. Heute geht es auf 4980m. Diese Höhe ist gut um sich an die dünne Luft zu gewöhnen. In Bolivien haben wir nämlich vor, eine geführte zweitägige Tour auf den Gipfel eines Sechstausenders zu machen. Auch gut für die Höhe sind Kokablätter. Auf denen kaut man glaub rum, bis man high ist. Dann spürt man die dünne Luft nicht mehr so. Irgendwie so hab ich das mitbekommen 🙂
Außer Blättern gibt es noch Bonbons, Cookies und Tee aus Kokablättern. Der ganze Bus, in dem wir gerade sitzen, riecht schon total nach dem Zeugs. Morgen abend nach der Rückkehr unseres kleinen Ausfluges geht die Reise weiter nach Lima, wo wir meinen fast-Onkel Gabriel besuchen werden. Dort bleiben wir drei Tage bevor es auf eine fünftägige Wanderung rund um und auf Machu Picchu geht. Leider konnten wir den berühmten Inkatrail nicht machen, da seit einiger Zeit „nur“ noch 500 Menschen pro Tag erlaubt sind.
Unsere alternative Route ist aber sicherlich genauso interssant. Der Inkatrail ist momentan bis Ende Oktober ausgebucht, das sind über drei Monate im Vorraus. Welcher Backpacker plant denn drei Monate im Vorraus?!?

Wir haben bisher schon undendlich viele Fotos gemacht, hochladen kann ich die leider frühestens nach unserer Backpackerreise in guten zwei Wochen.

Torres del Paine

Wir sind jetzt von einer Sechstagestour aus dem Nationalpark Torres del Paine zurück. Insgesasmt sind wir ca 120 km gewandert an den Tagen. Die Landschaft dort war echt super. Wir haben nur leider keinen Puma gesehen, obwohl in dem Park 130 Stück leben. Am letztem Tag sind wir einem Stinktier, lustigen rennenden Büschen (Strauße) und so was ähnlichem wie Alpacas begegnet. An den anderen 5 Tagen waren die einzigen Lebewesen 3 Spechte. Im Park sind wir zusammen mit 2 Iren angekommen, mit denen wir bis auf den letzten Tag die gleiche Tour gelaufen sind. Sonst haben wir 2 Schwedinnen, eine Schweizer Familie, 2 Chilenen und 2 Franzosen (aus Lille, also Sch’tis, HÄ?) kennen gelernt. Es war sehr lustig, da wir die Franzosen nicht als Franzosen erkannt haben wenn sie untereinander geredet haben ;-). Der Vater der schweizer Familie hat einen Vater aus Bolivien und hat uns ein paar Tips für Bolivien gegeben. Alles in allem waren die 6 Tage echt super 🙂
Heute sind wir noch einen Tag in Puerto Natales und schaun uns die Stadt etwas an. Morgen geht es dann mit dem Flieger wieder zurück nach Puerto Mont und von da aus dann mit dem Bus in den Norden.

Kerstin

P.S.: Endlich, nach drei Monaten hab ich Philis Dosenwurst geöffnet. Wir haben sie mit Blick auf den Gletscher verspeißt. Sie hat uns vor dem sicheren Hungertod bewahrt!!! Danke Phili!!! 😀

Nino

Kerstin ist in Chile angekommen und Besuch im Zoo Santiago

Ich bin jetzt endlich auch in Chile angekommen. Am ersten Tag waren wir in Santiago im Zoo. Dort konnte ich mich schon mal mit einem Teil der australischen Fauna bekannt machen 😉

Gaanz cool 8-)

Gaanz cool 😎

Auf dem Rücken liegt sichs auch gut

Auf dem Rücken liegt sichs auch gut


Übernachtet haben wir bis jetzt im Zimmer von Gerhards Tochter, die gerade in Bolivien ist. Hier können wir immer den Teil unseres Gepäckes zwischenlagern, den wir gerade nicht brauchen.

Heute mittag geht es dann weite mit dem Bus nach Valparaiso und von dort aus geht es nach einem kurzen Zwischenstopp in den Süden. Ninos Laptop bleibt in Santiago, daher haben wir ab jetzt nur noch die Möglichkeit einen Blogbeitrag zu schreiben wenn wir in ein Internetcafé gehn.

Kerstin

Sushi und Kommunismus

Diese Woche hatte ich mein letztes Treffen mit meinem Prof. Mein Versuch tut jetzt, es läuft im Prinzip alles wie erwartet. Ich habe meinem Prof meine Arbeit präsentiert und ihm alles erklärt, warum was ich genau gemacht habe. Er kann jetzt seine Studenten mit meinem Versuch arbeiten lassen. Anschließend hat er mir auch gleich eine Beurteilung über meine praktische Tätigkeit geschrieben und mir ausgehändigt. Ich kann nur sagen: Bin sehr zufrieden damit!!! Nur leider ist mein schriftlicher Teil noch ein gutes Stück davon entfernt, sich „fertig“ nennen zu können…

Lecker Sushi!

Lecker Sushi!

Irgendwann letzte Woche hat meine Mitbewohner der Rappel gepackt und sie ham Sushi für die ganze WG gemacht. Unglaublich lecker war das! Materialkosten pro Nase: 2000 CLP, das entspricht ungefähr 2,60€. Und dafür gabs dann für jeden so einen Teller voll.

Zudem war letzte Woche, am 26. Juni der 101. Geburtstag Salvador Allendes, dem ehemaligen kommunistischen Präsidenten Chiles, der am 11. September 1973 im Zuge des Militärputsches Pinochets gestürzt wurde. Hierzu hab ich diese fantastische Foto eines treuen Anhängers gemacht.

Compañero Yuri, más rojo qué el ketchup

Compañero Yuri, más rojo qué el ketchup

Sein Name ist „Compañero Yuri“. Compañero heißt soviel wie „Genosse“. Er ist eine Art Wahrzeichen von Valparaíso, jeder kennt ihn. Er hat einen Bauwagen im Zentrum von Valparaíso, in dem er kommunistische „Completos“ verkauft. Completos sind sehr reichhaltiger Hotdogs, mit allen möglichen Arten von Soße. Sehr belibt hier in Chile! Ein Zeitungsartikel, der an Compañero Yuris Bauwagen klebt, bezeichnet ihn folgendermaßen: „Es más rojo qué el ketchup“, „Er ist roter als Ketchup“.

Morgen werde ich Valparaíso vorerst verlassen, und eine knappe Woche in Santiago verbringen. Meine Mitbewohnerin Dani hat mich ein paar Tage zu sich eingeladen. Am Donnerstag kommt Kerstin dann am Flughafen an und am Freitag werden wir zusammen nochmal einen Tag hier in Valpo verbringen. Dann beginnt die große Rundreise durch halb Südamerika. Ich werde versuchen, ab und zu ein paar Fotos online stellen, weiß aber nicht ob das mit den Internetcafés immer so gut klappt.

Zu guter Letzt noch ein Erinnerungsfoto an den Pazifik vor Valpo:

Die Wellen waren teilweise bis zu 5 m hoch!

Die Wellen waren teilweise bis zu 5 m hoch!

Arbeiten im Lab abgeschlossen

Heute, nachdem ich mir meine Gelbfieberimpfung im Centro de Salud abgeholt habe (wird für die Reise nach Perú empfohlen), war ich nochmal im Lab und habe meine Arbeiten dort soweit abgeschlossen. Der Versuch läuft, das HMI (Human machine interface), also das Frontend um den Heli zu bedienen, funktioniert auch. Hab jetzt nochmal ein paar Screenshots gemacht, die ich dann in meine schriftliche Arbeit einfügen werde. Am Dienstag hab ich mein letztes Treffen mit meinem Prof, dann soll ich ihm meine Ergebnisse „präsentieren“. Ich werde ihm wohl in 5 Minuten kurz das HMI erklären, ein, zwei Tests mit dem Heli laufen lassen und das wars dann. Jetzt fehlt mir nur noch der schriftliche Teil. Momentan hab ich 15 Seiten Text, das ganze Dokument hat incl. Anhang z.Zt. 36 Seiten. Mal sehn, ob ich das bis Freitag fertig bekomme. Am Dienstag hab ich auch noch eine Prüfung in Spanisch. Werde allerdings nicht dazu kommen, viel drauf zu lernen. Mal sehn, obs was wird 😉

Das Semester neigt sich dem Ende zu

So, nachdem am Montag mein Geber kam, wurde er am Dienstag gleich ausprobiert. Endlich tut mal was!
Denkste!
Gestern gleich wieder geschrottet. Keine Ahnung, wie das ging, auf einmal hatte ich kein Signal mehr. Und das, wo vorher alle Tests einwandfrei funktioniert hatten. Egal, der Prof war ja nicht dumm und hat letztes Mal gleich zwei Geber bestellt. Also das Ding gleich gestern Nachmittag wieder getauscht. Heute morgen hab ich mich dann mit meinem Prof getroffen. Wir haben dann festgestellt, dass er mir zwei falsche OPVs gegeben hatte: Die waren nicht für den Zweck, für den wir sie benutzt hatten, gedacht. Offenbar war das diesmal die Ursache. Ich also OPV getauscht, danach war alles prima: Jetzt konnte ich meine bisherige Arbeit das erste Mal komplett testen. Und? Es funktioniert alles! Mich wunderts ehrlich gesagt selbst ein bisschen…
Wurde aber auch langsam mal Zeit, jetzt hab ich noch gerade mal gute zwei Wochen Zeit.
Meine schriftliche Arbeit nimmt so langsam auch Form an, allerdings hab ich letze Woche nochmal alles umgeschmissen und nochmal neu angefangen. Momentan schreib ich auf deutsch, da komm ich einfach viel besser in einen Schreibfluss. Und der ist jetzt erstmal wichtig, damit ich auf nen grüßen Zweig komme.

In nichtmal mehr drei Wochen kommt Kerstin mich besuchen!!! *freu*

Die ersten Spätzle in Chile

Gerade gabs Spätzle mit Geschnetzeltem und Pfefferrahmsoße. Lange nichts so unglaublich gutes mehr gegessen 🙂

Chile vs. Bolivien

Am Mittwochabend war ich mit Johannes und Christine in Santiago auf dem Fußball-WM-Qualifikationsspiel zwischen Chile und Bolivien. War echt eine super Stimmung im Stadion. Die Chilenen sind da echt mich richtig viel Emotion zum Spiel gegangen. Von Bolivianischen Fans hab ich allerdings garnix gesehen. War denen wohl zu weit. Ich hab am Mittwoch das erste Mal in meinem Leben gesehen, dass La-Ola mehrere Male komplett durchs Stadion schwappt. Sage und schreibe 6 (in Worten: sechs) Runden haben die Leute mitgemacht.
Etwas selstam war, dass das Stadion kein Dach hatte. Nur ein ganz kleines über der Haupttribüne, das schützt gerade mal die VIPs. Nach dem Spiel sind wir dann noch in die City von Santiago und wollten feiern. Auf dem Weg dorthin haben wir dann die letzten Überreste der Krawallmacher auf dem Plaza de Italia gesehen. Scheinbar machen da irgendwelche „Fans“ nach jedem Spiel, egal ob Sieg oder Niederlage, Krawall. Die Polizei setzt anscheinend jedes Mal Wasserwerfer ein um die Leute auseinander zu treiben. Ob das verhältnismäßig ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da wir die Aktion an sich nicht mitbekommen haben. War vielleicht auch besser so.

Es ist uns auf jeden Fall nicht gelungen, eine anständige Party in Santiago zu finden. Klar, es war mitten in der Woche, aber Santiago hat ja auch 15 Millionen Einwohner! Am Ende haben wir dann noch zwei Chilenen getroffen, die das selbe Problem hatten. Die ham uns dann kurzerhand zu sich in die Wohnung eingeladen, da ham wir dann noch einen „Ron“ (=Rum) getrunken und und bis 6 Uhr unterhalten. So eine Offenheit findet man in Deutschland nicht.
Gegen 7 waren wir dann wieder am Busterminal, Christine ist nach Buenos Aires weiter gefahren, wo sie sich mit Matze trifft, Johannes und ich sind wieder zurück nach Valpo/Viña gefahren.