So, nachdem ich jetzt schon fast einen Monat nichts mehr von mir hören lassen hab, heute also mal wieder ein Post.
Meinem Fuß gehts jeden Tag besser, den Gips hab ich zum Glück nach einer Woche schon wieder abgenommen bekommen. Ich muss allerdings immernoch mit einer Schiene rumlaufen. Da ich ja noch nicht wieder laufen gehen oder Volleyball spielen kann, musste ich mir eine andere Art der körperlichen Ertüchtigung suchen. Glücklicherweise gibts hier an der Uni einen Kraftraum/Fitnessstudio, der von Studenten kostenlos genutzt werden kann. Ein Trainer ist auch ständig anwesend und gibt einem gerne Tipps und Hilfestellungen. Seit ich meinen Gips ab habe, gehe ich dort dreimal die Woche mit Philipp, einem anderen Deutschen, hin.
Mein Spanisch wird von Tag zu Tag besser, ich muss allerdings schauen, dass ich etwas mehr unter die Leute komme um zu sprechen. Abends weggehen eignet sich sehr gut zum sprechen üben. Mit den Chilenen und Chileninnen kommt man auch immer sehr schnell ins Gespräch.
Meine Studienarbeit zieht sich ziemlich. Ich komme leider viel langsamer voran, als ich mir erhofft hatte. Das größte Problem dabei ist mein Prof. Er gehört leider nicht zu der schnellen Sorte von Mensch. Wegen der Verkabelung der SPS brauch ich ihn leider doch des öfteren und das dauert dann immer. Vor allem hat er mal fünf Minuten Zeit und ist dann wieder für zwei oder vier Stunden verschwunden. Das nervt mich ziemlich. Eigentlich dachte ich am Anfang, dass die ganze Verkabelungssache Angelegenheit von Bernardo und Elias sei (die zwei Jungs, die ab und zu mit mir arbeiten). Doch leider tauchen die auch nur sehr sporadisch bei mir im Lab auf, daher hab ich die Sache selbst in die Hand genommen.
Meinen Regler, also das softwareseitige Problem hab ich jetzt schon seit gut zwei Wochen fertig, leider kann ich nichts testen, da die Hardware immer noch nicht verkabelt ist *fluch* !!! Momentan bin ich halt dabei, das was ich bisher gemacht habe, in meine schriftliche Ausarbeitung zu packen.
Zu der ganzen chilenischen Langsamkeit kam auch noch, dass ich letzte Woche aufgrund von fehlerhaften Bauteilen, die ich ausgeliehen bekommen hatte, einen Inkrementalgeber (Winkelmesser) meines Helimodells gebraten habe. Jetzt warte ich also auch noch auf ein neues Teil, ohne das ich auch wieder nicht weiterkomme. Ich kann nur von Glück reden, dass es dieses Teil überhaupt als Einzelteil gibt! Allerdings nur in den USA, Chile ist bei solchen speziellen Sachen leider keine gute Anlaufstelle. In Deutschland habe ich im Internet gleich mehrere Anbieter gefunden, die dieses Teil vertreiben.
Es bleibt also ab zu warten, wie weit ich mit meiner ganzen Arbeit hier noch komme…
Gestern kam Matthias hier an, ein Kumpel von mir, den ich vom Univolleyball in Stuttgart kenne. Er studiert zur Zeit in Buenos Aires und reist gerade seit einer Woche mit einem Studienkollegen aus Frankreich durch Argentinien und Chile. Nachdem wir dann gestern eine Tour durch Valparaiso gemacht hatten, gings erstmal ins „J. Cruz“, einer urigen Wirtschaft im Plan (der kleine Teil der Stadt, der NICHT aus Hügeln besteht) von Valparaiso zum essen. Es gab „Chorillana“. Das heißt, einen großen Haufen Pommes, bedeckt mit einem Angebratenem Mix aus Wurst, Fleisch und Rührei. Sehr lecker. Und sehr chilenisch! Danach sind wir bis um 5 Uhr morgens im „Huevo“, DER discon in Valpo, versumpft. Heute waren wir dementsprechend platt.
So, jetzt hab ich noch ganz fest vor, was an meiner Arbeit zu schreiben….

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