Am 10. Januar sind wir von Bocas del Toro wieder zurück nach Costa Rica gereist und haben dort einen Stopp in Puerto Viejo eingelegt. Von einem Hafen ist allerdings nicht viel zu sehen. Tom, ein Mitschüler aus Kerstins Sprachschule, besitzt dort ein Hotel, er hat uns zu sich eingeladen. Mit ihm, einigen anderen Hotelgästen und den Angestellten gab es abends eine große Grillparty. Ich stand zwar den halben Abend nur am Grill, aber es war unglaublich lecker. Am nächsten Tag, kurz vor der Abreise hat Kerstin mal eben noch ihr Surfboard an Tom verkauft. So kamen wir wieder zu etwas Bargeld und waren eine Last los.
Unser weiterer Weg führte uns zunächst für eine Nacht zurück nach San José und am folgenden Tag nach Granada in Nicaragua.
Der Grenzstop war nicht so spannend wie an der panamaischen Grenze, hat dafür aber fast genau so lange gedauert. Wir mussten allerdings unser Gepäck nicht die ganze Zeit mit uns herumtragen. Es blieb die ganze Zeit im Bus und musste nur zum kurz Drüberschauen eines Grenzbeamten kurz von uns aus den Bus geholt werden. Schon auf den ersten paar Kilometern wurden wir von Nicaragua positiv überrascht: Uns zeigte sich ein relativ großer nagelneuer Windpark mit drehenden Rotoren! Das hätten wir nicht erwartet. Vielmehr hätten wir ein ärmeres und dreckigeres Land als Costa Rica etwartet. Bei unserer Ankunft in Granada offenbarte sich Nicaragua dann gleich von seiner strahlendsten Seite: Viele herausgeputzte Häuser im Kolonialstil neben einigen etwas vernachlässigten, nicht so hübschen Häusern. Die ganze Stadt macht (natürlich bis auf einige wenige Viertel) einen sehr sauberen, sicheren und nicht unbedingt ärmeren Eindruck als Costa Rica. Wãhrend unserem gesamten Aufenthalt in Nicaragua besserte sich ständig unser Bild von diesen Land. Und damit verschlechterte sich leider auch gleichermaßen unser Eindruck von Costa Rica, was Umweltschutz, Sicherheit, Bürokratie und den Umgang mit Nachbarländern angeht.
Heute sind wir wieder abgereist und sitzen gerade im Bus zurück nach San José. Was wir in den verbleibenden Tagen machen werden, steht noch nicht fest.

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