Archiv nach Monaten: Januar 2012

Wieder zu Hause

siehe Kerstins Blog

Jacó, Volcan Irazú und Heimflug

Am Montag sind Kerstin und ich kurzentschlossen nochmal nach Jacó gefahren. Wir wollten noch etwas Sonne tanken und ein letztes Mal surfen gehen. Dort haben wir dann Gustavo, die anderen Surflehrer und einige andere Leute aus meiner Zeit in Jacó getroffen.

Am Donnerstagmorgen stand die Surfschule plötzlich ohne Zelt am Strand. Offenbar kam am Mittwochabend die Polizei zu allen Surfschulen und hat nach ihrem Nutzungsrecht für den Strand gefragt. Keiner hatte dies, so durfte am nächsten Tag keiner mehr die Surfschule am Strand öffnen. Gustavo pochte jedoch als älteste Surfschule auf sein Gewohnheitsrecht und durfte mit seinen Boards, jedoch ohne Zelt wieder anreisen. Jetzt kümmert er sich um eine Genehmigung.

Am selben Abend fuhren wir wieder nach San José, um Kerstins restliches Gepäck aus der Sprachschule zu holen. Pauline hat es während unserer gesamten Reise in ihrem Zimmer aufbewahrt.

Unseren letzten Tag in Zentralamerika nutzten wir für einen Ausflug auf den 3240 Meter hohen Vulcan Irazu. An schönen Tagen kann man vom Kraterrand sowohl die Karibik- als auch die Pazifikküste sehen. Wir hatten dieses Glück leider nicht, aber man konnte die Küsten immerhin erahnen.

Jetzt sitzen wir im Flughafen und warten auf’s Boarding für den Heimflug.

Nicaragua

Am 10. Januar sind wir von Bocas del Toro wieder zurück nach Costa Rica gereist und haben dort einen Stopp in Puerto Viejo eingelegt. Von einem Hafen ist allerdings nicht viel zu sehen. Tom, ein Mitschüler aus Kerstins Sprachschule, besitzt dort ein Hotel, er hat uns zu sich eingeladen. Mit ihm, einigen anderen Hotelgästen und den Angestellten gab es abends eine große Grillparty. Ich stand zwar den halben Abend nur am Grill, aber es war unglaublich lecker. Am nächsten Tag, kurz vor der Abreise hat Kerstin mal eben noch ihr Surfboard an Tom verkauft. So kamen wir wieder zu etwas Bargeld und waren eine Last los.

Unser weiterer Weg führte uns zunächst für eine Nacht zurück nach San José und am folgenden Tag nach Granada in Nicaragua.

Der Grenzstop war nicht so spannend wie an der panamaischen Grenze, hat dafür aber fast genau so lange gedauert. Wir mussten allerdings unser Gepäck nicht die ganze Zeit mit uns herumtragen. Es blieb die ganze Zeit im Bus und musste nur zum kurz Drüberschauen eines Grenzbeamten kurz von uns aus den Bus geholt werden. Schon auf den ersten paar Kilometern wurden wir von Nicaragua positiv überrascht: Uns zeigte sich ein relativ großer nagelneuer Windpark mit drehenden Rotoren! Das hätten wir nicht erwartet. Vielmehr hätten wir ein ärmeres und dreckigeres Land als Costa Rica etwartet. Bei unserer Ankunft in Granada offenbarte sich Nicaragua dann gleich von seiner strahlendsten Seite: Viele herausgeputzte Häuser im Kolonialstil neben einigen etwas vernachlässigten, nicht so hübschen Häusern. Die ganze Stadt macht (natürlich bis auf einige wenige Viertel) einen sehr sauberen, sicheren und nicht unbedingt ärmeren Eindruck als Costa Rica. Wãhrend unserem gesamten Aufenthalt in Nicaragua besserte sich ständig unser Bild von diesen Land. Und damit verschlechterte sich leider auch gleichermaßen unser Eindruck von Costa Rica, was Umweltschutz, Sicherheit, Bürokratie und den Umgang mit Nachbarländern angeht.

Heute sind wir wieder abgereist und sitzen gerade im Bus zurück nach San José. Was wir in den verbleibenden Tagen machen werden, steht noch nicht fest.

Gourmetküche

Siehe Kerstins Blog

Das Jahr beginnt spannend!

An Neujahr sind Kerstin und ich auf einen Bootstrip mit Uwe, einem deutschen Touristenführer, mitgefahren. Der Plan war, an den Polo Beach zu fahren und dort den ganzen Tag mit Schnorcheln, Baden und Grillen zu verbringen. Das erste Problem gab es bei der Durchfahrt durchs Riff zum Strand. Dort fiel der Motor kurz aus und wir schrammten etwas übers Riff. Das zweite Problem gab’s dann am Strand. Dort wurde erkannt, dass außer Kerstin, mir und zwei anderen Gästen von Tio Tom keiner was zu essen dabei hatte. Die Idee, den Bootsfahrer zurückzuschicken um Essen zu holen, konnte nicht umgesetzt werden, weil nun Problem Nummer drei inkraft trat: Durch den starken Wellengang haben wir auf der Hinfahrt viel zu viel Sprit verbraucht und für eine Rückfahrt war nun zu wenig vorhanden. Eine Lieferung eines Ersatzkanisters durch ein Wassertaxi wurde dadurch vereitelt, dass alle Tankstellen an Neujahr geschlossen haben. Zudem wurde der Wellengang immer stärker und sowohl der Bootsfahrer als auch Uwe waren der Meinung, dass man nun selbst mit genügend Kraftstoff das Riff nicht mehr gefahrlos überqueren kann. Unser großes Glück war, dass wir auf der selben Insel waren, wie auch unsere Bleibe, wir befanden uns lediglich auf der anderen Seite und dazwischen lag Dschungel.

Als wir das Boot schließlich an Land gezogen und alles für eine Heimwanderung vorbereitet hatten, kam wie aus heiterem Himmel ein zweites Boot an den Strand gefahren. Ob das nun unsere Rettung oder deren Verderben war, wussten wir nicht. Die Planänderung lautete nun: Frauen und Kinder (letztere waren jedoch nicht vorhanden) mit aufs Boot, die Männer laufen. Sonst wäre das Boot hoffnungslos überladen gewesen. Beim Zuschauen, wie der neue Bootsfahrer nun mit den ganzen Leuten das Riff verlies und über die Wellen sprang war uns Hinterbliebenen nicht so ganz wohl. Kurze Zeit später konnten wir das Boot samt Besatzung jedoch weiter draußen auf dem Meer, hinter der Brechlinie, wo die Wellen sehr viel schwächer waren, erkennen. So wanderten wir dann nach Hause und alle kamen heil an.

Am nächsten Tag abends hörten wir von Uwe, dass er mit seinem Bootsführer sein Boot holen gegangen war. Zumindest hatte er den Versuch unternommen. Beim Überqueren des Riffs fiel sein Motor wieder aus und lies sich nicht mehr starten. Daraufhin trieb das Boot immer näher auf die messerscharfen Korallenbänke zu, wurde parallel zu den Wellen gedreht und drohte zu kentern. Im letzten Moment konnten sich beide durch einen Sprung ins Wasser retten. Der Bootsfahrer konnte unverletzt an Land schwimmen, Uwe wurde aufs offene Meer getrieben. Das Boot schrammte währenddessen kieloben über das Riff und der Bootsfahrer versuchte Hilfe zu holen. Später erwischte Uwe eine andere Strömung. Diese zog ihn wie ein Stück Strandgut über die Korallen um ihn schließlich mit erstaunlich wenigen Verletzungen an den Strand zu schwemmen. Das Boot war bereits dort, der Motor nun völlig im Eimer.

Ich denke, Uwe wird keine Bootstour mehr an diesen Strand machen…

Bocas del Toro

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Silvester in der Karibik

Siehe Kerstins Blog

Panama riecht nicht nach Bananen!

Am 30. Dezember fuhren wir mit dem Bus etwa 6 Stunden lang an die costaricanisch-panamaische Grenze an der karibischen Küste. Dort angekommen mussten wir zu Fuß über die Grenze laufen. Die Grenze besteht aus einer langen rostigen Brücke, die gerade so breit ist, dass ein Lastwagen darüber passt. Die Fußgänger müssen bei Gegenverkehr beim Überqueren der Brücke dann auf einen schmalen Holzsteg neben der Brücke den LKW ausweichen. Anschließend standen wir aufgrund der Ferien und des Silvesterwochenendes etwa 2 Stunden in der prallen Sonne, bevor wir den Einreisestempel auf der panamaischen Seite erhalten haben – die Ausreise war vorher in etwa zehn Minuten erledigt.

Oh, wie schön ist Panama – Panama riecht jedoch NICHT nach Bananen, wie Janoschs Tieger und der Bär denken.

Von der Grenze aus sind wir für 10 Dollar mit einem Sammeltaxi voller Leute, die wir in der Schlange an der Grenze kennen gelernt haben, nach Almirante gefahren. Dort wurden wir für 5 Dollar auf ein Wassertaxi verladen um zur Hauptinsel unseres Ziels, der Bocas del Toro Inselgruppe zu gelangen.

Dort angekommen wurde erstmal Geld in Form von Dollar abgehoben und Kerstin lief dabei ein Surfboard über den Weg. Aufgrund des günstigen Preises hat sie es gleich gekauft. So entfällt die lästige Miete und möglicherweise können wir es beim Heimflug umsonst mitnehmen. Das gilt es noch herauszufinden. Ein größeres Problem jedoch war: An diesem Board waren keine Finnen. Zum Surfen braucht man Finnen. „Egal“, dachten wir, „dann kaufen wir die eben in einem der anderen beiden Surfshops auf der Insel“. Pustekuchen. Auf dieser Insel sowie den Umliegenden gibt es keine Finnen. Nun mussten wir entweder wieder das Board losbekommen oder eben uns selbst Finnen schnitzen…