Author Archives: Nino

Jacó, Volcan Irazú und Heimflug

Am Montag sind Kerstin und ich kurzentschlossen nochmal nach Jacó gefahren. Wir wollten noch etwas Sonne tanken und ein letztes Mal surfen gehen. Dort haben wir dann Gustavo, die anderen Surflehrer und einige andere Leute aus meiner Zeit in Jacó getroffen.

Am Donnerstagmorgen stand die Surfschule plötzlich ohne Zelt am Strand. Offenbar kam am Mittwochabend die Polizei zu allen Surfschulen und hat nach ihrem Nutzungsrecht für den Strand gefragt. Keiner hatte dies, so durfte am nächsten Tag keiner mehr die Surfschule am Strand öffnen. Gustavo pochte jedoch als älteste Surfschule auf sein Gewohnheitsrecht und durfte mit seinen Boards, jedoch ohne Zelt wieder anreisen. Jetzt kümmert er sich um eine Genehmigung.

Am selben Abend fuhren wir wieder nach San José, um Kerstins restliches Gepäck aus der Sprachschule zu holen. Pauline hat es während unserer gesamten Reise in ihrem Zimmer aufbewahrt.

Unseren letzten Tag in Zentralamerika nutzten wir für einen Ausflug auf den 3240 Meter hohen Vulcan Irazu. An schönen Tagen kann man vom Kraterrand sowohl die Karibik- als auch die Pazifikküste sehen. Wir hatten dieses Glück leider nicht, aber man konnte die Küsten immerhin erahnen.

Jetzt sitzen wir im Flughafen und warten auf’s Boarding für den Heimflug.

Nicaragua

Am 10. Januar sind wir von Bocas del Toro wieder zurück nach Costa Rica gereist und haben dort einen Stopp in Puerto Viejo eingelegt. Von einem Hafen ist allerdings nicht viel zu sehen. Tom, ein Mitschüler aus Kerstins Sprachschule, besitzt dort ein Hotel, er hat uns zu sich eingeladen. Mit ihm, einigen anderen Hotelgästen und den Angestellten gab es abends eine große Grillparty. Ich stand zwar den halben Abend nur am Grill, aber es war unglaublich lecker. Am nächsten Tag, kurz vor der Abreise hat Kerstin mal eben noch ihr Surfboard an Tom verkauft. So kamen wir wieder zu etwas Bargeld und waren eine Last los.

Unser weiterer Weg führte uns zunächst für eine Nacht zurück nach San José und am folgenden Tag nach Granada in Nicaragua.

Der Grenzstop war nicht so spannend wie an der panamaischen Grenze, hat dafür aber fast genau so lange gedauert. Wir mussten allerdings unser Gepäck nicht die ganze Zeit mit uns herumtragen. Es blieb die ganze Zeit im Bus und musste nur zum kurz Drüberschauen eines Grenzbeamten kurz von uns aus den Bus geholt werden. Schon auf den ersten paar Kilometern wurden wir von Nicaragua positiv überrascht: Uns zeigte sich ein relativ großer nagelneuer Windpark mit drehenden Rotoren! Das hätten wir nicht erwartet. Vielmehr hätten wir ein ärmeres und dreckigeres Land als Costa Rica etwartet. Bei unserer Ankunft in Granada offenbarte sich Nicaragua dann gleich von seiner strahlendsten Seite: Viele herausgeputzte Häuser im Kolonialstil neben einigen etwas vernachlässigten, nicht so hübschen Häusern. Die ganze Stadt macht (natürlich bis auf einige wenige Viertel) einen sehr sauberen, sicheren und nicht unbedingt ärmeren Eindruck als Costa Rica. Wãhrend unserem gesamten Aufenthalt in Nicaragua besserte sich ständig unser Bild von diesen Land. Und damit verschlechterte sich leider auch gleichermaßen unser Eindruck von Costa Rica, was Umweltschutz, Sicherheit, Bürokratie und den Umgang mit Nachbarländern angeht.

Heute sind wir wieder abgereist und sitzen gerade im Bus zurück nach San José. Was wir in den verbleibenden Tagen machen werden, steht noch nicht fest.

Das Jahr beginnt spannend!

An Neujahr sind Kerstin und ich auf einen Bootstrip mit Uwe, einem deutschen Touristenführer, mitgefahren. Der Plan war, an den Polo Beach zu fahren und dort den ganzen Tag mit Schnorcheln, Baden und Grillen zu verbringen. Das erste Problem gab es bei der Durchfahrt durchs Riff zum Strand. Dort fiel der Motor kurz aus und wir schrammten etwas übers Riff. Das zweite Problem gab’s dann am Strand. Dort wurde erkannt, dass außer Kerstin, mir und zwei anderen Gästen von Tio Tom keiner was zu essen dabei hatte. Die Idee, den Bootsfahrer zurückzuschicken um Essen zu holen, konnte nicht umgesetzt werden, weil nun Problem Nummer drei inkraft trat: Durch den starken Wellengang haben wir auf der Hinfahrt viel zu viel Sprit verbraucht und für eine Rückfahrt war nun zu wenig vorhanden. Eine Lieferung eines Ersatzkanisters durch ein Wassertaxi wurde dadurch vereitelt, dass alle Tankstellen an Neujahr geschlossen haben. Zudem wurde der Wellengang immer stärker und sowohl der Bootsfahrer als auch Uwe waren der Meinung, dass man nun selbst mit genügend Kraftstoff das Riff nicht mehr gefahrlos überqueren kann. Unser großes Glück war, dass wir auf der selben Insel waren, wie auch unsere Bleibe, wir befanden uns lediglich auf der anderen Seite und dazwischen lag Dschungel.

Als wir das Boot schließlich an Land gezogen und alles für eine Heimwanderung vorbereitet hatten, kam wie aus heiterem Himmel ein zweites Boot an den Strand gefahren. Ob das nun unsere Rettung oder deren Verderben war, wussten wir nicht. Die Planänderung lautete nun: Frauen und Kinder (letztere waren jedoch nicht vorhanden) mit aufs Boot, die Männer laufen. Sonst wäre das Boot hoffnungslos überladen gewesen. Beim Zuschauen, wie der neue Bootsfahrer nun mit den ganzen Leuten das Riff verlies und über die Wellen sprang war uns Hinterbliebenen nicht so ganz wohl. Kurze Zeit später konnten wir das Boot samt Besatzung jedoch weiter draußen auf dem Meer, hinter der Brechlinie, wo die Wellen sehr viel schwächer waren, erkennen. So wanderten wir dann nach Hause und alle kamen heil an.

Am nächsten Tag abends hörten wir von Uwe, dass er mit seinem Bootsführer sein Boot holen gegangen war. Zumindest hatte er den Versuch unternommen. Beim Überqueren des Riffs fiel sein Motor wieder aus und lies sich nicht mehr starten. Daraufhin trieb das Boot immer näher auf die messerscharfen Korallenbänke zu, wurde parallel zu den Wellen gedreht und drohte zu kentern. Im letzten Moment konnten sich beide durch einen Sprung ins Wasser retten. Der Bootsfahrer konnte unverletzt an Land schwimmen, Uwe wurde aufs offene Meer getrieben. Das Boot schrammte währenddessen kieloben über das Riff und der Bootsfahrer versuchte Hilfe zu holen. Später erwischte Uwe eine andere Strömung. Diese zog ihn wie ein Stück Strandgut über die Korallen um ihn schließlich mit erstaunlich wenigen Verletzungen an den Strand zu schwemmen. Das Boot war bereits dort, der Motor nun völlig im Eimer.

Ich denke, Uwe wird keine Bootstour mehr an diesen Strand machen…

Panama riecht nicht nach Bananen!

Am 30. Dezember fuhren wir mit dem Bus etwa 6 Stunden lang an die costaricanisch-panamaische Grenze an der karibischen Küste. Dort angekommen mussten wir zu Fuß über die Grenze laufen. Die Grenze besteht aus einer langen rostigen Brücke, die gerade so breit ist, dass ein Lastwagen darüber passt. Die Fußgänger müssen bei Gegenverkehr beim Überqueren der Brücke dann auf einen schmalen Holzsteg neben der Brücke den LKW ausweichen. Anschließend standen wir aufgrund der Ferien und des Silvesterwochenendes etwa 2 Stunden in der prallen Sonne, bevor wir den Einreisestempel auf der panamaischen Seite erhalten haben – die Ausreise war vorher in etwa zehn Minuten erledigt.

Oh, wie schön ist Panama – Panama riecht jedoch NICHT nach Bananen, wie Janoschs Tieger und der Bär denken.

Von der Grenze aus sind wir für 10 Dollar mit einem Sammeltaxi voller Leute, die wir in der Schlange an der Grenze kennen gelernt haben, nach Almirante gefahren. Dort wurden wir für 5 Dollar auf ein Wassertaxi verladen um zur Hauptinsel unseres Ziels, der Bocas del Toro Inselgruppe zu gelangen.

Dort angekommen wurde erstmal Geld in Form von Dollar abgehoben und Kerstin lief dabei ein Surfboard über den Weg. Aufgrund des günstigen Preises hat sie es gleich gekauft. So entfällt die lästige Miete und möglicherweise können wir es beim Heimflug umsonst mitnehmen. Das gilt es noch herauszufinden. Ein größeres Problem jedoch war: An diesem Board waren keine Finnen. Zum Surfen braucht man Finnen. „Egal“, dachten wir, „dann kaufen wir die eben in einem der anderen beiden Surfshops auf der Insel“. Pustekuchen. Auf dieser Insel sowie den Umliegenden gibt es keine Finnen. Nun mussten wir entweder wieder das Board losbekommen oder eben uns selbst Finnen schnitzen…

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Heute Nacht war unsere letzte Schicht im Schildkrötenprojekt. Am Montag gab es – o Wunder – etwas Fleisch zu Mittag und Kerstin hat sich im Surfen verbessert. Sonst gibt es nicht viel neues seit meinem letzten Eintrag.

Da ich es bisher versäumt habe, einen normalen Tag im Camp zu beschreiben, hole ich das schnell nach. Manchmal wird man morgens um 6 Uhr geweckt, dann gibt es vor dem Frühstück schon Arbeit. Zur Zeit gibt es jedoch nicht so viel Arbeit, wie in der Hochsaison von August bis Anfang November. Daher fängt der Tag meist mit dem Frühstück gegen 8 Uhr an: Meistens Gallo Pinto (Reis mit schwarzen oder roten Bohnen), eventuell eine Scheibe Toast dazu. Nach dem Frühstück wird dann bis 10 Uhr gearbeitet – egal, ob es Arbeit gibt, oder nicht… Sinnvolle Arbeit ist zum Beispiel geschlüpfte Nester ausgraben und mit frischem Sand zu befüllen oder den Strand von angeschwemmtem Müll zu säubern. Sinnlose Arbeit ist beispielsweise, den bereits unkrautfreien Pfad zum Camp von Unkraut zu befreien.

Außer dieser gemeinsamen Arbeit gibt es noch den Schildkrötendienst. Jeder Freiwillige hat zweimal am Tag je zwei Stunden Schicht. Die erste Schicht ist in der Nacht irgendwann zwischen 18:00 und 6:00 Uhr, die zweite Schicht zwölf Stunden später. In dieser Schicht muss jede halbe Stunde nachgesehen werden, ob neue Babies geschlüpft und aus dem Sand gekrochen sind. Falls dem so ist, werden sie registriert, die ersten 10 jedes Nests gewogen, gemessen und anschließend ins Meer entlassen. Nachts gibt es außerdem eine Patrullie, die nach neuen Nestern sucht. Findet diese ein Nest, so werden die Eier ausgegraben, gezählt, ins Camp gebracht und den schichthabenden Freiwilligen zum Eingraben im Gehege überlassen. Der restliche Tag ist frei, das Camp darf aber nur Sonntags, ab und zu Donnerstags und ansonsten nur mit Sondererlaubnis verlassen werden. Da wir bei Flut ungefähr zehn Meter und bei Ebbe etwa 30 Meter von der Brandung entfernt wohnten, haben Kerstin und ich die freie Zeit mit Surfen verbracht. Dazu hatten wir uns beide in Sámara je ein Surfboard für die Zeit im Camp gemietet. Das war günstiger, als vom Campchef ständig eines für völlig überteuerte 4 Dollar pro Stunde zu mieten. Zudem gab es keine Garantie ein Board dann zu bekommen, wenn man gerne eins haben wollte.

Jetzt haben wir die Arbeit im Camp hinter uns gelassen und sitzen im Bus nach San José, von wo aus es morgen weiter in Richtung Panamá auf die Inselgruppe Bocas del Torro geht. Jetzt haben wir etwa drei Wochen Urlaub!

Schwarzwälder Schinken und Leberwurst

Heute Morgen, auf dem Weg nach Sámara, kamen wir an einer deutschen Bäckerei vorbei. Dort gab es super Schwarzbrot mit Leberwurst und schwarzwälder Schinken. Wir waren dankbare Abnehmer für so ein leckeres zweites Frühstück!

Weihnachtsfeier mit den Schildkröten

Zwei Naechte vor Weihnachten kamen fuenf grosse Schildkroeten zum Eierlegen an unseren Strand. Eine Tortuga Lora (Oliv-Bastardschildkroete) haben wir direkt beim Eierlegen abgepasst und ich konnte ihre Eier auffangen, bevor sie in den Sand gefallen sind. Es war ziemlich spannend, einer Schildkroete waehrend des Eierlegens so nahe zu kommen. Sie sind wie in Trance waehrend der Aktion. Auch wenn sie ansonsten sehr schreckhaft sind, lassen sie sich dabei von nichts und niemandem stoeren. So werden sie dabei auch „beringt“ und vermessen. Die Marke, die sie beim Beringen bekommen, ist allerdings kein Ring wie bei Voegeln sondern eher wie ein Piercing und wird durch die Flipper (Vorderflossen) gesteckt, wie eine Ohrmarke beim Schaf.

In der Nacht vom 23. auf den 24. haben wir ein grosses Exemplar einer Tortuga Verde (gruene Meeresschildkroete) mit etwa 1,2m Laenge gefunden. Leider hat sie nur unsere Sitzbank zerstoert indem sie diese untergraben hat. Sie hat keine Eier gelegt, sondern ist unverrichteter Dinge wieder ins Meer verschwunden. Von ihr gibt es kein brauchbares Foto, da sie mitten in der Nacht kam, kein Blitz erlaubt war uns sie recht schnell nach ihrer Entdeckung wieder ins Meer gewandert ist. Dieses Verhalten ist bei dieser Spezies allerdings normal, sie sind sehr waehlerisch, was die Brutstaette angeht. Manchmal kommt sie viermal an den Strand, bevor sie ihre Eier vergraebt. Dafuer gab es 69 kleine Schildkroetenchristkinder in dieser Nacht.

Gestern war Heilig Abend. Im Camp hat man davon kaum was bemerkt. Der einzige Unterschied war: Es gab ein Stueck Fleisch fuer jeden. Mit trockenem Reis. Wir freiwilligen haben allerdings etwas vorgesorgt und haben uns mit Suessigkeiten und Knabbereien versorgt. Kerstin und ich haben uns verbotenerweise auch eine Flasche chilenischen Cabernet Sauvignon genehmigt, den wir dann mit zwei anderen geteilt haben. Etwas enttaeuschend war das „Weihnachtsessen“ ja schon. Ich haette mir da schon wenigstens etwas Sosse zum Reis oder vielleicht mal etwas anderes als Reis vorgestellt.

Wenigstens hat meine Beschwerdeemail Wirkung gezeigt und wir bekommen seit Montag mehr zu essen. Alle Jungs bekommen jetzt zu jeder Mahlzeit einen extragrossen Teller mit einer extragrossen Portion.

Frohe Weihnachten!

Heute haben wir einen halben Tag frei bekommen, da wir relativ viele Leute im Camp sind und nicht so viel Arbeit haben. Heute ist der letzte Tag vor Weihnachten, an dem wir in die Stadt kommen. Daher haben wir uns jetzt mit Weihnachtsleckereien und etwas Wein eingedeckt, damit wir an Heilig Abend etwas zu feiern haben. Wein ist zwar eigentlich verboten im Camp, aber das lassen wir uns nicht nehmen! Es muss ja nicht jeder mitkriegen 😉

In diesem Sinne wuenschen Kerstin und ich euch allen ganz frohe und besinnliche Weihnachten!!

Kerstin und Nino

Buena Vista Turtle Project

Seit Sonntag bin ich nun in der Nähe von Sámara im Schildkrötenprojekt Buena Vista. Wenn man hier in der Stadt ankommt, muss man zuerst ein Taxi nehmen, dass einen an die Mündung des Flusses Buena Vista nehmen. Dort wird man dann von einem der Freiwilligen empfangen und muss mit seinem gesamten Gepäck über den Fluss waten. Von dort aus läuft man dann etwa eine viertel Stunde entweder den Strand entlang oder durch den Urwald. Das Camp befindet sich direkt am Strand hinter einem selbst errichteten Schutzwall aus Sand. Es besteht aus drei Brutzonen für die Schildkröteneiern und einer großen hölzernen, mit Wellblech beplankten Hütte, die das Hauptgebäude darstellt und in deren oberen Stockwerk sich der Schlafsaal für die Freiwilligen befindet. Neben der Haupthütte gibt es noch eine kleinere, in der die Assistenten des Campchefs nächtigen, sowie die Hütte des Chefs selbst.

Die Arbeit läuft hier so ab, dass jeder der Freiwilligen zweimal am Tag Schicht hat. Einmal in der Nacht zwei Stunden und einmal am Tag zwei Stunden. In dieser Schicht muss man jede halbe Stunde schauen, ob in der Brutstätte Schildkrötenbabys geschlüpft sind. Ist dies der Fall, müssen diese eingesammelt und an die Stelle am Strand gebracht werden, an der die Schildkrötenmutter acht bis zehn Wochen vorher die Eier im Sand vergraben hat. Dort werden die Kleinen dann freigelassen und sie watscheln dann allesamt in die richtige Richtung, nämlich ins weite Meer.

Ab und zu kommt es dann auch während der Schicht vor, dass die sogenannte Patrouille einen Sack voll frisch gelegter Eier anschleppt. Diese Eier müssen dann in der Brutstätte in einer Tiefe von 45-50cm im Sand vergraben werden. Anschließend wird ein Protokoll aufgenommen, in dem festgehalten wird, wann und wo das Nest mit den Eiern gefunden wurde, wie viele Eier sich darin befanden und an welcher Stelle der Brutstätte die Eier nun vergraben wurden.

Außer den zwei Schichten, die jeder am Tag hat, wird auch morgens nach und manchmal sogar vor dem Frühstück etwas gearbeitet. Dabei handelt es sich dann um Wartungsarbeiten am Camp oder Strandreinigungsarbeiten oder was eben anfällt. Frühstück gibt es um 8oo Uhr, Mittagessen um halb 12 und Abendessen gegen halb 5. Wenn es dunkel wird, ist es nämlich auch wirklich dunkel. Strom gibt es nur von einigen Solarzellen auf dem Dach und dieser wird auch nur zum Laden von diversen Akkus und für Notfälle gebraucht. Daher gehen die meisten Leute im Camp zwischen 19oo und 21oo Uhr schlafen. Das ist angesichts der Nachtschichten aber auch eine ganz gemütliche Uhrzeit.

Heute nacht sind das erste Mal seit ich hier bin Schildkröten geschlüpft. Sonst habe ich bisher jede Nacht nur Gelege vergraben.

Adiós Jacó, hola Sámara!

Heute war mein Letzer Tag in Jacó. Wenn ich mal wieder an einen PC mit Internetanschluss kommen sollte, werde ich auch ein paar Fotos von Gustavos Haus, in dem ich die letzten knapp vier Wocheb gelebt habe, online stellen. Leider war dort seit über einer Woche das Internet kaputt.

Am Wochenende war Kerstin wieder zu Besuch bei mir. Am Freitag haben wir eine sehr interessante Krokodiltour mit Gustavo gemacht. Er hat einen Freund, der solche Touren anbietet und so durften wir kostenlos an so einer Tour teilnehmen. Wir konnten sogar Monica Lewinski, eine über 5m lange Krokodilsdame, streicheln.

Am Samstag kam Besuch aus Coronado: Vier Mädels aus Kerstins Sprachschule kamen nach Jacó und haben dort Surfunterricht genommen und sind mit anschließend mit uns gesurft.

Heute, am Sonntag, habe ich meine Zelte in Jacó abgebrochen. Gerade sitze ich mit Kerstin im Bus nach San José, von wo aus ich morgen früh um 5 die Reise nach Samará in den Nationalpark Bella Vista antreten werde. Dort arbeite ich dann die nächsten drei Wochen mit Schildkröten.