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Surfunterricht

Eigentlich hätte ich heute Nachmittag um 3 Surfunterricht bekommen sollen. Ich wäre einfach zu zwei anderen dazugestoßen. Doch diese zwei hatten dann kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Da ich ja nichts bezahle (davon gehe ich zumindest aus…), wurde nun meine Surfstunde auch verschoben. Auf morgen früh, 7oo Uhr. Dafür war ich im brühwarmen Pazifik baden und hab mich von den doch recht großen Wellen durch die Gegend tragen lassen.

Vor dem Surfunterricht morgen früh werde ich noch das Hostel wechseln. Momentan bin ich im Las Camas. Es ist eigentlich mehr ein Wohnhaus als ein Hostel. Ein Ungar hat dieses Haus gepachtet und wohnt hier seit einigen Jahren. In die Zimmer hat er Stockbetten gestellt und jetzt ist es eine große WG. Etwas gammelig, aber ganz ok. Ich habe eben allerdings ein anderes Hosten (Hostel de Haan) für den selben Preis (10$/Nacht) gefunden, das etwas einladender aussieht und zudem nur eine Minute vom Stand der Surfschule am Strand entfernt ist. Dort werde ich morgen früh hinziehen.

Die Surfschule Jacó Surf School, in der ich dann ab irgendwann arbeite, ist übrigens die erste und somit älteste Surfschule in Jacó.

Diesel oder Benzin? Das ist hier die Frage…

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Die letzte Woche war nicht besonders aufregend. Kerstin hatte Unterricht und ich war im Internet auf Jobsuche. Von 9 E-Mails, die ich auf Angebote hin verschickte, kamen eine Woche später gerade mal drei Antworten. Dabei war eine Absage und zwei „vielleichts“.

Nach dieser offensichtlich sehr langweiligen Woche haben wir zu siebt mit anderen Schülern von Kerstin Sprachschule ein Auto gemietet und sind nach La Fortuna gefahren. Unter dem Reiter „Orte und Karten“ am oberen Rand des Blogs findet ihr eine Karte mit dem Ort eingezeichnet, an dem wir dort wandern waren.

Als wir am Freitagabend in La Fortuna ankamen, hat Kerstin uns mit ihrem Insiderwissen an einen heißen Bach geführt, in dem wir nachts um 10 dann noch gebadet haben. Die Stelle, an der man ins Wasser kann, findet man nicht, wenn man nicht schon einmal dort gewesen ist: Man fährt etwa 8 km eine schmale Straße aus der Stadt in Richtung Nationalpark und hält anschließend auf einem schwach beleuchteten Parkplatz, der gerade von den letzten Touristenbussen verlassen wird. Auf der anderen Straßenseite läuft man auf ein verschlossenes Tor zu und biegt kurz davor nach links ab. Nun läuft man etwa 50 m entlang des Zaunes in den immer dichter werdenden Dschungel um schließlich an eine alte steinerne Treppe zu gelangen. Diese führt direkt unter eine Brücke, unter der der heiße Bach durchfließt. Hier lässt man nun seine Klamotten und fühlt sich wie in einem Gruselfilm. Einige Meter Flussabwärts befindet sich ein kleines Wehr und ein Gumpen, in den man sich reinsetzen und entspannen kann. Das gruslige Gefühl verfliegt in dem warmen Wasser recht schnell.

Am Samstag ging es dann für unsere Gruppe auf eine Dschungelwanderung im Nationalpark. Mit Blick auf den Vulkan Arenal beginnt die Wanderung. Sie führt uns immer weiter ins Dickicht entlang eines gut ausgetretenen Trampelpfades. Im Urwald erwarten uns schließlich jede Menge Nasenbären, Weißgesichtsaffe, Spinnen, unzählige Vogelarten und unvorstellbar große Regenwaldbäume (Fotos folgen, sobald ich an einen PC komme…). Die Wanderung war ein richtiges Abenteuer.

Der Sonntag verlief für einen Teil der Gruppe, zu der Kerstin und ich gehörten, sehr entspannt. Gegen 14oo Uhr verließen wir La Fortuna und machten uns mit unserem Rießenauto wieder auf dem Heimweg. Zurück in San José musste nun nur noch getankt und das Auto zurückgegeben werden. Abgabetermin war 17oo Uhr, wir waren etwa eine viertel Stunde vorher an der Tankstelle, die Autovermietung war nur ein Block entfernt. Alles also bestens geplant. Der freundliche Tankwart erschien und fragte uns, was und wieviel wir tanken wollten. Einmal volltanken mit Diesel bitte. Gesagt, getan. Doch irgendwie war der Tankwart verschwunden und wir fanden ihn unter dem Auto wieder. Auf eine Nachfrage von mir, was er denn dort mache, kam die Antwort, er hätte keinen Diesel, sondern Benzin getankt. Genial. Nicht, dass wir es ihm vorher falsch gesagt hätten. Es stand dazu noch groß auf dem Tankdeckel.

Auf jeden Fall wurde nun ein Mechaniker gerufen, das Auto auf die Hebebühne geschoben und anschließend der Tank… nein, nicht peergepumpt, sondern leergeschläuchelt. Vom Mechaniker per Mund! Unser Zeitplan war dahin. Glücklicherweise fand sich jedoch eine Stunde nach unserem Termin und nach Landenschluss noch jemand von der Autovermietung, der das Auto anschließend entgegennahm.

Abends wieder zurück in Kerstins Sprachschule erhielt ich eine Email von einer Surfschule in Jaco, die ich angeschrieben hatte. Sie hätten Interesse an mir und ihnen gefiele meine Idee mit Arbeit gegen Kost und Logis.

Gestern kam ich dann in Jaco an und heute war in bei der Schule. Je nach dem, ob der Schweizer, der z.Zt. noch dort ist, die Schule verlässt, kann ich am Donnerstag oder am Freitag dort anfangen. Heute nachmittag bekomme ich aber erstmal Surfunterricht 🙂

Wochenende

Am Donnerstagabend waren Kerstin und ich mit den Leuten von der Sprachschule in der „Esquina de Buenos Aires“ essen. Eine andere Schülerin hatte am Donnerstag Geburtstag, Kerstin dann am Freitag. In Kerstins Geburtstag haben wir dann reingefeiert, als wir wieder zurück in der Schule waren. Mit einem „do it yourself“-Geburtstagspaket konnten wir sogar richtig Geburtstagsstimmung erzeugen!

Am Freitag waren wir schwimmen, am Samstag folgte ein Besuch im Fitnesstudio. Heute (Sonntag) machten Kerstin und ich einen Ausflug in den Zoo Ave, einer Aufzucht- und Pflegestation für heimische Vögel und andere Tiere. Dort habe ich meinen ersten tropischen Regen erlebt. Unheimlich und nass.

Selbstgemachte Empanadas

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Maismehl, Wasser und Salz. Fett zum frittieren.

Fotos: vorher, nachher, alle satt 🙂

Angekommen

Gestern abend kam mein Flieger aus Bogotá pünktlich in San José an. Dort wurde ich von einem ausgesprochen netten Taxifahrer zu Kerstins Sprachschule gefahren wo sie mich schon erwartete.
Der erste Flug war sehr angenehm in der Buisiness Class. Geschlafen habe ich jedoch trotz nahezu ebener Liegefläche kaum, denn die Tageszeit zum schlafen war einfach die falsche. Im zweiten Flug war ich dann so müde, dass ich im Sitzen eingeschlagen bin. Die Nacht in der Spachschule war dann sehr erholsam. Heute morgen bin ich dann mit Kerstin um halb 8 ins Stadtzentrum von San José gefahren. Sie hat jetzt gerade Sprachunterricht im Museum und ich habe gerade eben mein erstes typisch costa-ricanidches Frühstück hinter mir: Schwarze Bohnen mit Reis, einer Mayo-artigen Substanz, einer Tortilla und einem gebratenen Ei.

Flug nach Bogotá: Business Class

Die Reise begann gut, auch wenn es vor Beginn ein mittleres Problem gab: Letzten Donnerstag, also genau eine Woche vor meinem geplanten Abflug, kam ein Anruf von der Lufthansa. Mein Flug sei gestrichen worden. Und zwar der Anschlussflug von Bogotá (Kolumbien) nach San José (Costa Rica). Die Alternative war der selbe Flug zwei Tage früher. Diesem Umstand verdanke ich es, ein Upgrade für meinen Flug erhalten zu haben. Ich sitze gerade eben in der ausgesprochen komfortablen Business Class eines A340-600. Während wir noch am Gate standen, gab es einen Begrüßungssekt und die Garderobe wurde von den netten FlugbegleiterInnen entgegengenommen und versorgt. Die Beinfreiheit ist genial, das Entertainmentsystem funktioniert genauso mies wie in der Economy: Bisher noch gar nicht. Derweil lasse ich mir einen Zweigelt Cabernet-Sauvignon schmecken und warte auf eines der Gerichte „Heilbuttfilet im Limonenfond mit Erbsen und frischer Minze“, „Maultaschen mit Zwiebelschmelze“ oder „Gänsebraten mit Rotkohl und Kartoffelklösen“.

So, nachdem nun das Entertaonmentsystem zum zweiten mal neu gebootet wurde, kann ich auch meinen Sitz zum essen wieder aus der Relaxposition in die Sitzposition fahren. Der ist nämlich an besagtes System gekoppelt und bei einem Neustart zu keiner Bewegung mehr zu überreden. Ich hatte schon befürchtet, im Liegen essen zu müssen :-/

Rucksack gepackt, fertig zum Abflug

Heute morgen hab ich meine Sachen vollends gepackt, jetzt bin ich gerade auf dem Weg zum Flughafen: Frankfurt – Bogotá – San Jose. Heite abend werde ich dann Kerstin wiedersehen und die erste Woche bei ihr in der Sprachschule wohnen. Mal sehn, was ich danach mache. Infos folgen.

Ostküste nach Süden

Nachdem wir unsere Reise in den Süden angetreten haben war unser erster größerer Zwischenstopp auf den Whitsunday Islands. Dorthin ging es mit einem recht schnellen Schlauchboot, das von zwei Yamaha Ausenbordern zu je 225 PS angetrieben wurde. Außer uns drei Hübschen waren noch etwa 25 andere Passagiere, der Kapitän und seine Gehilfin an Bord. Die Inseln haben den reinsten und feinsten Quarzsand von ganz Australien an den Stränden liegen. Wir machten kurze Stopps zum Schnorcheln an Korallenriffen und zum Sonnen am weißen Sandstrand.
Unser nächster großer Stopp war auf Fraser Island. Diese etwa 125 km lange Insel besteht komplett aus Sand und beherbergt Australiens letzte reine Dingopopulation. Auf dieser Insel gibt es keine einzige befestigte Straße. Und da die Insel ja nur aus Sand besteht, kommt man nur als geübter Fahrer mit einem allradbetriebenen Fahrzeug voran. Wir waren mit einer Bustur unterwegs und hatten einen erstklassigen Fahrer. Unterwegs trafen wir ziemlich viele ungeübte Fahrer, die dann dementrpechend mit ihren Autos im Sand den Weg für unseren Bus blockierten. Manche schafften es nicht mehr aus eigener Kraft wieder los zu kommen, diese mussten durch andere, hilfsbereite Fahrer mit der Seilwinde wieder herausgezogen werden. Während des Tages machten wir Stopp an einem natürlichen See, der das klarste Wasser hatte, das ich je gesehen habe. Dort durften wir sogar eine Stunde lang baden. An späteren Stopps entlang des etwa 90 km langen durchgängigen Sandstrand konnte man leider nicht mehr baden, da im Meer viele Haie, Rochen und Quallen gelauert haben. Unterwegs am Strand landete plötzlich ein Flugzeug, dessen Pilot uns dann zu einem Rundflug über die Insel mit an Bord nahm. Auf dem Rückweg machten wir dann noch etwas Wassertreten in einem klaren, kühlen Bach, der vom Herz der Insel ins Meer floss.
Ansonsten sind wir jeden Tag schön einige Kilometer richtung Süden gefahren, heute sind wir noch etwa 600 km von Sydney entfernt. Dort werden wir dann am Freitag unser Wohnmobil abgeben und ich werde am Samstag wieder nach Hause fliegen. Kerstin und ihre Mutter werden ebenfalls am Samstag weiter nach Neuseeland fliegen und sich dort erneut ein Wohnmobil leihen. Mehr zu diesen Trip gibt’s dann wieder auf Kerstins Blog zu lesen.

Hallo Hai!

Am Freitagabend kam Vroni, Kerstins Mutter, in Australien an. Kerstin und ich sind von Sydney nach Cairns geflogen, wo wir Vroni dann abends getroffen haben. Am nächsten Tag haben wir dann unser neues Zuhause – ein Wohnmobil – bei Apollo abgeholt. Da unser gebuchtes Vier-Personen-Fahzeug leider andersweitig in Gebrauch war, wurden wir kurzerhand geupgradet und haben ein Fahrzeug für sechs Personen erhalten. Mit diesem nun über sieben Meter langen Gefährt machten wir uns dann auf den Weg. Zuerst fuhren wir Richtung Norden, unser Ziel war Cape Tripulation. Auf dem Weg dorthin statteten wir einem weiteren Zoo einen Besuch ab. Kerstin und Vroni durften dort einen Koala knuddeln und wir konnten bei der Krokodilfütterung zusehen. Auf dem Weg lag auch ein „Regenwaldpark“. Dort gab es auf den ganzen verschiedenen Höhenstufen des Regenwaldes extra angelegte Stege. So konntee man vom Erdboden bis in die Gipfel der rießigen Bäume jede einzelne Schicht des Regenwaldes genaustens unter die Lupe nehmen. Wenn man genug Geduld aufbringen konnte, sah man Schmetterlinge und Vögel. Hören konnte man letztere die ganze Zeit. Nur hielten sie sich meist gut versteckt. Wie es sich für einen guten Regenwald so gehört, regnete es natürllich auch mehrmals sehr kräftig. Trotz des Regens wurde es nie kalt. Der Regen war also gar nicht unagnenehm.
Unser nächstes Highlight war gestern angesagt: Im Great Barrier Reef tauchen gehen! Mit einem großen schnellen Katamaran heizten wir über die Wellen um bis ans Riff zu gelangen. Während wir mit dem Boot unterwegs waren erklärte uns unser Divebuddy (Tauchleher/Tauchbegleiter) die Grundregeln des Tauchens. Die wichtigsten beiden Regeln sind zum einen niemals die Luft anhalten sondern schön kontinuierlich und langsam atmen und zum andern niemals schnell auftauchen. Missachtung beider Regeln kann schwerwiegende Folgen haben. Nach diesen beiden Regeln wurden uns die wichtigsten Handzeiichen gezeigt und erklärt. Da man unterwasser nicht miteinander sprechen kann, muss man wohl oder übel auf Zeichensprache zurückgreifen. Wir lernten die Zeichen für „alles OK“, „auftauchen“, „abtauchen“, „keine Bewegung“ und „habe keine Luft mehr“. Auch für die Sehenswürdigkeiten unter Wasser gibt es Zeichen. Zum Beispiel für „Clownfisch“ (mit dem Daumen der flachen Hand die Nase berühren), „Rießenmuschel“ (mit beiden Händen die Klappbewegung einer Muschel nachmachen) und natürlich auch für „Hai“ (mit einer flachen Hand eine Haifischfllosse auf dem Kopf andeuten) und „großer Hai“ (mit zwei flachen Händen übereinander eine große Haifischfllosse andeuten).
Als wir dann endlich am ersten Tauchpunkt angekommen waren konnten wir es kaum mehr erwarten ins Wasser zu kommen. Wir zogen unseren Tauchanzug samst Flossen, Atemgerät und Taucherbrille and und watschelten dem Divebuddy hinterher ans Heck unseres Katamarans. Ein großer Schritt in Richtung offenes Meer und wir plumpsten wie Steine ins Wasser. Das Meer war sehr angenehm warm. Vroni kam leider mit dem Atemgerät nicht so zurecht uns kam recht schnell wieder aus dem Wasser heraus. Sie versuchte sich dann erstmal mit dem Schnorchel. Kerstin und ich gingen dann zusammen mit unserem Divebuddy unterwasser nochmal einige Übungen für den Notfall durch. Zuvor hatten wir diese Übungen schon auf dem Trockenen geübt. Langsam sanken wir dann tiefer und tauchten total in diese völlig andere Welt ab.Egal wohin man blickte: Das Meer bot einem in jeder Ecke etwas neues und unglaublich schönes zum Ansehen. Als wir noch keine fünf Minuten im Wasser waren sahen wir auch schon den ersten Hai. Es war ein recht kleines Exemplar (zum Glück!) mit einer Körperlänge von geschätzen 70cm. Er war aber auch überhaupt nicht an uns interessiert und schwamm nur vorüber. In unzähligen Seeannemonen konnten wir viele Clownfische „Nemo“ entdecken. Sie wollten aber lieber nicht gesört werden.So bissen sie einen Schotten, der mit uns dreien tauchnen war, beim Versuch sie zu streicheln etwas in den Zeigefinger. Wir spielten auf dem Grund des Meeres mit Seegurken und steckten unsere Hände in Rießenmuscheln, die daraufhin lieber ihre Schalen schlossen. Nach diesem ersten Tauchgang sind wir noch zweimal jeweils eine halbe Stunde an anderen Stellen tauchen gegangen, um jedes Mal wieder neue Pflanzen, Tiere und Korallen zu entdecken.
Jetzt im Moment sind wir wieder mit dem Wohnmobil unterwegs, diesmal in Richtung Süden. Den nördlichsten Punkt haben wir mit Cape Tribulation schon seit zwei Tagen hinter uns, unser Fernziel heißt jetzt Sydney. Dort wollen wir allerdings erst in knapp zwei Wochen ankommen.

Neue Fotos!

Es gibt neue Fotos! Hier:
http://www.pixum.de/extalbum/4745599

Um die Fotos anzusehen braucht man ein Passwort. Das Passwort sind die fünf Anfansbuchstaben des folgenden Satzes (Groß- und Kleinschreibung beachten!!!):
Nino und Kerstin in Australien