Diesel oder Benzin? Das ist hier die Frage…

image

Die letzte Woche war nicht besonders aufregend. Kerstin hatte Unterricht und ich war im Internet auf Jobsuche. Von 9 E-Mails, die ich auf Angebote hin verschickte, kamen eine Woche später gerade mal drei Antworten. Dabei war eine Absage und zwei „vielleichts“.

Nach dieser offensichtlich sehr langweiligen Woche haben wir zu siebt mit anderen Schülern von Kerstin Sprachschule ein Auto gemietet und sind nach La Fortuna gefahren. Unter dem Reiter „Orte und Karten“ am oberen Rand des Blogs findet ihr eine Karte mit dem Ort eingezeichnet, an dem wir dort wandern waren.

Als wir am Freitagabend in La Fortuna ankamen, hat Kerstin uns mit ihrem Insiderwissen an einen heißen Bach geführt, in dem wir nachts um 10 dann noch gebadet haben. Die Stelle, an der man ins Wasser kann, findet man nicht, wenn man nicht schon einmal dort gewesen ist: Man fährt etwa 8 km eine schmale Straße aus der Stadt in Richtung Nationalpark und hält anschließend auf einem schwach beleuchteten Parkplatz, der gerade von den letzten Touristenbussen verlassen wird. Auf der anderen Straßenseite läuft man auf ein verschlossenes Tor zu und biegt kurz davor nach links ab. Nun läuft man etwa 50 m entlang des Zaunes in den immer dichter werdenden Dschungel um schließlich an eine alte steinerne Treppe zu gelangen. Diese führt direkt unter eine Brücke, unter der der heiße Bach durchfließt. Hier lässt man nun seine Klamotten und fühlt sich wie in einem Gruselfilm. Einige Meter Flussabwärts befindet sich ein kleines Wehr und ein Gumpen, in den man sich reinsetzen und entspannen kann. Das gruslige Gefühl verfliegt in dem warmen Wasser recht schnell.

Am Samstag ging es dann für unsere Gruppe auf eine Dschungelwanderung im Nationalpark. Mit Blick auf den Vulkan Arenal beginnt die Wanderung. Sie führt uns immer weiter ins Dickicht entlang eines gut ausgetretenen Trampelpfades. Im Urwald erwarten uns schließlich jede Menge Nasenbären, Weißgesichtsaffe, Spinnen, unzählige Vogelarten und unvorstellbar große Regenwaldbäume (Fotos folgen, sobald ich an einen PC komme…). Die Wanderung war ein richtiges Abenteuer.

Der Sonntag verlief für einen Teil der Gruppe, zu der Kerstin und ich gehörten, sehr entspannt. Gegen 14oo Uhr verließen wir La Fortuna und machten uns mit unserem Rießenauto wieder auf dem Heimweg. Zurück in San José musste nun nur noch getankt und das Auto zurückgegeben werden. Abgabetermin war 17oo Uhr, wir waren etwa eine viertel Stunde vorher an der Tankstelle, die Autovermietung war nur ein Block entfernt. Alles also bestens geplant. Der freundliche Tankwart erschien und fragte uns, was und wieviel wir tanken wollten. Einmal volltanken mit Diesel bitte. Gesagt, getan. Doch irgendwie war der Tankwart verschwunden und wir fanden ihn unter dem Auto wieder. Auf eine Nachfrage von mir, was er denn dort mache, kam die Antwort, er hätte keinen Diesel, sondern Benzin getankt. Genial. Nicht, dass wir es ihm vorher falsch gesagt hätten. Es stand dazu noch groß auf dem Tankdeckel.

Auf jeden Fall wurde nun ein Mechaniker gerufen, das Auto auf die Hebebühne geschoben und anschließend der Tank… nein, nicht peergepumpt, sondern leergeschläuchelt. Vom Mechaniker per Mund! Unser Zeitplan war dahin. Glücklicherweise fand sich jedoch eine Stunde nach unserem Termin und nach Landenschluss noch jemand von der Autovermietung, der das Auto anschließend entgegennahm.

Abends wieder zurück in Kerstins Sprachschule erhielt ich eine Email von einer Surfschule in Jaco, die ich angeschrieben hatte. Sie hätten Interesse an mir und ihnen gefiele meine Idee mit Arbeit gegen Kost und Logis.

Gestern kam ich dann in Jaco an und heute war in bei der Schule. Je nach dem, ob der Schweizer, der z.Zt. noch dort ist, die Schule verlässt, kann ich am Donnerstag oder am Freitag dort anfangen. Heute nachmittag bekomme ich aber erstmal Surfunterricht 🙂

1 Kommentare.

  1. Kommt mir das nicht irgendwoher bekannt vor …. :))