Hallo Hai!

Am Freitagabend kam Vroni, Kerstins Mutter, in Australien an. Kerstin und ich sind von Sydney nach Cairns geflogen, wo wir Vroni dann abends getroffen haben. Am nächsten Tag haben wir dann unser neues Zuhause – ein Wohnmobil – bei Apollo abgeholt. Da unser gebuchtes Vier-Personen-Fahzeug leider andersweitig in Gebrauch war, wurden wir kurzerhand geupgradet und haben ein Fahrzeug für sechs Personen erhalten. Mit diesem nun über sieben Meter langen Gefährt machten wir uns dann auf den Weg. Zuerst fuhren wir Richtung Norden, unser Ziel war Cape Tripulation. Auf dem Weg dorthin statteten wir einem weiteren Zoo einen Besuch ab. Kerstin und Vroni durften dort einen Koala knuddeln und wir konnten bei der Krokodilfütterung zusehen. Auf dem Weg lag auch ein „Regenwaldpark“. Dort gab es auf den ganzen verschiedenen Höhenstufen des Regenwaldes extra angelegte Stege. So konntee man vom Erdboden bis in die Gipfel der rießigen Bäume jede einzelne Schicht des Regenwaldes genaustens unter die Lupe nehmen. Wenn man genug Geduld aufbringen konnte, sah man Schmetterlinge und Vögel. Hören konnte man letztere die ganze Zeit. Nur hielten sie sich meist gut versteckt. Wie es sich für einen guten Regenwald so gehört, regnete es natürllich auch mehrmals sehr kräftig. Trotz des Regens wurde es nie kalt. Der Regen war also gar nicht unagnenehm.
Unser nächstes Highlight war gestern angesagt: Im Great Barrier Reef tauchen gehen! Mit einem großen schnellen Katamaran heizten wir über die Wellen um bis ans Riff zu gelangen. Während wir mit dem Boot unterwegs waren erklärte uns unser Divebuddy (Tauchleher/Tauchbegleiter) die Grundregeln des Tauchens. Die wichtigsten beiden Regeln sind zum einen niemals die Luft anhalten sondern schön kontinuierlich und langsam atmen und zum andern niemals schnell auftauchen. Missachtung beider Regeln kann schwerwiegende Folgen haben. Nach diesen beiden Regeln wurden uns die wichtigsten Handzeiichen gezeigt und erklärt. Da man unterwasser nicht miteinander sprechen kann, muss man wohl oder übel auf Zeichensprache zurückgreifen. Wir lernten die Zeichen für „alles OK“, „auftauchen“, „abtauchen“, „keine Bewegung“ und „habe keine Luft mehr“. Auch für die Sehenswürdigkeiten unter Wasser gibt es Zeichen. Zum Beispiel für „Clownfisch“ (mit dem Daumen der flachen Hand die Nase berühren), „Rießenmuschel“ (mit beiden Händen die Klappbewegung einer Muschel nachmachen) und natürlich auch für „Hai“ (mit einer flachen Hand eine Haifischfllosse auf dem Kopf andeuten) und „großer Hai“ (mit zwei flachen Händen übereinander eine große Haifischfllosse andeuten).
Als wir dann endlich am ersten Tauchpunkt angekommen waren konnten wir es kaum mehr erwarten ins Wasser zu kommen. Wir zogen unseren Tauchanzug samst Flossen, Atemgerät und Taucherbrille and und watschelten dem Divebuddy hinterher ans Heck unseres Katamarans. Ein großer Schritt in Richtung offenes Meer und wir plumpsten wie Steine ins Wasser. Das Meer war sehr angenehm warm. Vroni kam leider mit dem Atemgerät nicht so zurecht uns kam recht schnell wieder aus dem Wasser heraus. Sie versuchte sich dann erstmal mit dem Schnorchel. Kerstin und ich gingen dann zusammen mit unserem Divebuddy unterwasser nochmal einige Übungen für den Notfall durch. Zuvor hatten wir diese Übungen schon auf dem Trockenen geübt. Langsam sanken wir dann tiefer und tauchten total in diese völlig andere Welt ab.Egal wohin man blickte: Das Meer bot einem in jeder Ecke etwas neues und unglaublich schönes zum Ansehen. Als wir noch keine fünf Minuten im Wasser waren sahen wir auch schon den ersten Hai. Es war ein recht kleines Exemplar (zum Glück!) mit einer Körperlänge von geschätzen 70cm. Er war aber auch überhaupt nicht an uns interessiert und schwamm nur vorüber. In unzähligen Seeannemonen konnten wir viele Clownfische „Nemo“ entdecken. Sie wollten aber lieber nicht gesört werden.So bissen sie einen Schotten, der mit uns dreien tauchnen war, beim Versuch sie zu streicheln etwas in den Zeigefinger. Wir spielten auf dem Grund des Meeres mit Seegurken und steckten unsere Hände in Rießenmuscheln, die daraufhin lieber ihre Schalen schlossen. Nach diesem ersten Tauchgang sind wir noch zweimal jeweils eine halbe Stunde an anderen Stellen tauchen gegangen, um jedes Mal wieder neue Pflanzen, Tiere und Korallen zu entdecken.
Jetzt im Moment sind wir wieder mit dem Wohnmobil unterwegs, diesmal in Richtung Süden. Den nördlichsten Punkt haben wir mit Cape Tribulation schon seit zwei Tagen hinter uns, unser Fernziel heißt jetzt Sydney. Dort wollen wir allerdings erst in knapp zwei Wochen ankommen.

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