Author Archives: Nino - Seiten 6

Sushi und Kommunismus

Diese Woche hatte ich mein letztes Treffen mit meinem Prof. Mein Versuch tut jetzt, es läuft im Prinzip alles wie erwartet. Ich habe meinem Prof meine Arbeit präsentiert und ihm alles erklärt, warum was ich genau gemacht habe. Er kann jetzt seine Studenten mit meinem Versuch arbeiten lassen. Anschließend hat er mir auch gleich eine Beurteilung über meine praktische Tätigkeit geschrieben und mir ausgehändigt. Ich kann nur sagen: Bin sehr zufrieden damit!!! Nur leider ist mein schriftlicher Teil noch ein gutes Stück davon entfernt, sich „fertig“ nennen zu können…

Lecker Sushi!

Lecker Sushi!

Irgendwann letzte Woche hat meine Mitbewohner der Rappel gepackt und sie ham Sushi für die ganze WG gemacht. Unglaublich lecker war das! Materialkosten pro Nase: 2000 CLP, das entspricht ungefähr 2,60€. Und dafür gabs dann für jeden so einen Teller voll.

Zudem war letzte Woche, am 26. Juni der 101. Geburtstag Salvador Allendes, dem ehemaligen kommunistischen Präsidenten Chiles, der am 11. September 1973 im Zuge des Militärputsches Pinochets gestürzt wurde. Hierzu hab ich diese fantastische Foto eines treuen Anhängers gemacht.

Compañero Yuri, más rojo qué el ketchup

Compañero Yuri, más rojo qué el ketchup

Sein Name ist „Compañero Yuri“. Compañero heißt soviel wie „Genosse“. Er ist eine Art Wahrzeichen von Valparaíso, jeder kennt ihn. Er hat einen Bauwagen im Zentrum von Valparaíso, in dem er kommunistische „Completos“ verkauft. Completos sind sehr reichhaltiger Hotdogs, mit allen möglichen Arten von Soße. Sehr belibt hier in Chile! Ein Zeitungsartikel, der an Compañero Yuris Bauwagen klebt, bezeichnet ihn folgendermaßen: „Es más rojo qué el ketchup“, „Er ist roter als Ketchup“.

Morgen werde ich Valparaíso vorerst verlassen, und eine knappe Woche in Santiago verbringen. Meine Mitbewohnerin Dani hat mich ein paar Tage zu sich eingeladen. Am Donnerstag kommt Kerstin dann am Flughafen an und am Freitag werden wir zusammen nochmal einen Tag hier in Valpo verbringen. Dann beginnt die große Rundreise durch halb Südamerika. Ich werde versuchen, ab und zu ein paar Fotos online stellen, weiß aber nicht ob das mit den Internetcafés immer so gut klappt.

Zu guter Letzt noch ein Erinnerungsfoto an den Pazifik vor Valpo:

Die Wellen waren teilweise bis zu 5 m hoch!

Die Wellen waren teilweise bis zu 5 m hoch!

Arbeiten im Lab abgeschlossen

Heute, nachdem ich mir meine Gelbfieberimpfung im Centro de Salud abgeholt habe (wird für die Reise nach Perú empfohlen), war ich nochmal im Lab und habe meine Arbeiten dort soweit abgeschlossen. Der Versuch läuft, das HMI (Human machine interface), also das Frontend um den Heli zu bedienen, funktioniert auch. Hab jetzt nochmal ein paar Screenshots gemacht, die ich dann in meine schriftliche Arbeit einfügen werde. Am Dienstag hab ich mein letztes Treffen mit meinem Prof, dann soll ich ihm meine Ergebnisse „präsentieren“. Ich werde ihm wohl in 5 Minuten kurz das HMI erklären, ein, zwei Tests mit dem Heli laufen lassen und das wars dann. Jetzt fehlt mir nur noch der schriftliche Teil. Momentan hab ich 15 Seiten Text, das ganze Dokument hat incl. Anhang z.Zt. 36 Seiten. Mal sehn, ob ich das bis Freitag fertig bekomme. Am Dienstag hab ich auch noch eine Prüfung in Spanisch. Werde allerdings nicht dazu kommen, viel drauf zu lernen. Mal sehn, obs was wird 😉

Das Semester neigt sich dem Ende zu

So, nachdem am Montag mein Geber kam, wurde er am Dienstag gleich ausprobiert. Endlich tut mal was!
Denkste!
Gestern gleich wieder geschrottet. Keine Ahnung, wie das ging, auf einmal hatte ich kein Signal mehr. Und das, wo vorher alle Tests einwandfrei funktioniert hatten. Egal, der Prof war ja nicht dumm und hat letztes Mal gleich zwei Geber bestellt. Also das Ding gleich gestern Nachmittag wieder getauscht. Heute morgen hab ich mich dann mit meinem Prof getroffen. Wir haben dann festgestellt, dass er mir zwei falsche OPVs gegeben hatte: Die waren nicht für den Zweck, für den wir sie benutzt hatten, gedacht. Offenbar war das diesmal die Ursache. Ich also OPV getauscht, danach war alles prima: Jetzt konnte ich meine bisherige Arbeit das erste Mal komplett testen. Und? Es funktioniert alles! Mich wunderts ehrlich gesagt selbst ein bisschen…
Wurde aber auch langsam mal Zeit, jetzt hab ich noch gerade mal gute zwei Wochen Zeit.
Meine schriftliche Arbeit nimmt so langsam auch Form an, allerdings hab ich letze Woche nochmal alles umgeschmissen und nochmal neu angefangen. Momentan schreib ich auf deutsch, da komm ich einfach viel besser in einen Schreibfluss. Und der ist jetzt erstmal wichtig, damit ich auf nen grüßen Zweig komme.

In nichtmal mehr drei Wochen kommt Kerstin mich besuchen!!! *freu*

Die ersten Spätzle in Chile

Gerade gabs Spätzle mit Geschnetzeltem und Pfefferrahmsoße. Lange nichts so unglaublich gutes mehr gegessen 🙂

Chile vs. Bolivien

Am Mittwochabend war ich mit Johannes und Christine in Santiago auf dem Fußball-WM-Qualifikationsspiel zwischen Chile und Bolivien. War echt eine super Stimmung im Stadion. Die Chilenen sind da echt mich richtig viel Emotion zum Spiel gegangen. Von Bolivianischen Fans hab ich allerdings garnix gesehen. War denen wohl zu weit. Ich hab am Mittwoch das erste Mal in meinem Leben gesehen, dass La-Ola mehrere Male komplett durchs Stadion schwappt. Sage und schreibe 6 (in Worten: sechs) Runden haben die Leute mitgemacht.
Etwas selstam war, dass das Stadion kein Dach hatte. Nur ein ganz kleines über der Haupttribüne, das schützt gerade mal die VIPs. Nach dem Spiel sind wir dann noch in die City von Santiago und wollten feiern. Auf dem Weg dorthin haben wir dann die letzten Überreste der Krawallmacher auf dem Plaza de Italia gesehen. Scheinbar machen da irgendwelche „Fans“ nach jedem Spiel, egal ob Sieg oder Niederlage, Krawall. Die Polizei setzt anscheinend jedes Mal Wasserwerfer ein um die Leute auseinander zu treiben. Ob das verhältnismäßig ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da wir die Aktion an sich nicht mitbekommen haben. War vielleicht auch besser so.

Es ist uns auf jeden Fall nicht gelungen, eine anständige Party in Santiago zu finden. Klar, es war mitten in der Woche, aber Santiago hat ja auch 15 Millionen Einwohner! Am Ende haben wir dann noch zwei Chilenen getroffen, die das selbe Problem hatten. Die ham uns dann kurzerhand zu sich in die Wohnung eingeladen, da ham wir dann noch einen „Ron“ (=Rum) getrunken und und bis 6 Uhr unterhalten. So eine Offenheit findet man in Deutschland nicht.
Gegen 7 waren wir dann wieder am Busterminal, Christine ist nach Buenos Aires weiter gefahren, wo sie sich mit Matze trifft, Johannes und ich sind wieder zurück nach Valpo/Viña gefahren.

Warte-/Bediensystem… leider nur Ersteres

Argh! Ich weiß jetzt, wieso ich mit meiner Software so viel Ärger habe. Sie ist vom selben Hersteller wie ein super Simulationsprogramm, mit dem sich kleine Kybernetiker im fünften Semester rumschlagen dürfen. Nein, nicht das mit M. Das mit A und fünf Buchstaben, mit dem man so toll Warte-/Bediensysteme simulieren kann. Kein Wunder also, dass es hier keine anständige Doku gibt… Und von meinem Prof krieg ich leider auch nur sehr wenig Unterstützung und selbst die nur wenn ich ihn quasi dazu zwinge. Ich werd hier noch verrückt!
Seit gestern sind in meinem Mund wieder alle Zähne komplett 🙂 Und zwar für 7500,- CLP, das sind keine 10€!!!
Jetzt schlag ich mich mal weiter mit meiner klasse Software rum…

Es geht bergauf

Seit Sonntag kann ich wieder laufen gehen! Bin gleich einmal fast bis Viña gerannt und wieder zurück. Heute war ich dann knappe elf Kilometer laufen, so weit bin ich bisher in Chile noch nicht gelaufen. Mein Fuß macht das alles wunderbar mit, je mehr ich ihn bewege, desto besser geht es ihm. Das hab ich auch schon im Kraftraum beim Spinbiken gemerkt. Mit Volleyball werde ich allerdings noch ein, zwei Wochen warten müssen.
Und am Montag hab ich meinen Heli zum Fliegen gebracht. Mein neuer Inkrementalgeber ist zwar noch nicht eingetroffen, aber ich habe ja zum glück nur einen geschrottet 😉 Also konnte ich mit dem anderen meinen Regler (der wohlgemerkt schon seit drei Wochen nur darauf wartet, getestet zu werden…) testen.
Morgen werde ich mit meinem Prof. nach Santiago fahren, da veranstaltet Rockwell (Hersteller meiner SPS) ein Seminar, zu dem mich mein Prof. eingeladen hat. Bin mal gespannt, was es zum Mittagessen gibt…

Besuch aus Buenos Aires

So, nachdem ich jetzt schon fast einen Monat nichts mehr von mir hören lassen hab, heute also mal wieder ein Post.
Meinem Fuß gehts jeden Tag besser, den Gips hab ich zum Glück nach einer Woche schon wieder abgenommen bekommen. Ich muss allerdings immernoch mit einer Schiene rumlaufen. Da ich ja noch nicht wieder laufen gehen oder Volleyball spielen kann, musste ich mir eine andere Art der körperlichen Ertüchtigung suchen. Glücklicherweise gibts hier an der Uni einen Kraftraum/Fitnessstudio, der von Studenten kostenlos genutzt werden kann. Ein Trainer ist auch ständig anwesend und gibt einem gerne Tipps und Hilfestellungen. Seit ich meinen Gips ab habe, gehe ich dort dreimal die Woche mit Philipp, einem anderen Deutschen, hin.

Mein Spanisch wird von Tag zu Tag besser, ich muss allerdings schauen, dass ich etwas mehr unter die Leute komme um zu sprechen. Abends weggehen eignet sich sehr gut zum sprechen üben. Mit den Chilenen und Chileninnen kommt man auch immer sehr schnell ins Gespräch.

Meine Studienarbeit zieht sich ziemlich. Ich komme leider viel langsamer voran, als ich mir erhofft hatte. Das größte Problem dabei ist mein Prof. Er gehört leider nicht zu der schnellen Sorte von Mensch. Wegen der Verkabelung der SPS brauch ich ihn leider doch des öfteren und das dauert dann immer. Vor allem hat er mal fünf Minuten Zeit und ist dann wieder für zwei oder vier Stunden verschwunden. Das nervt mich ziemlich. Eigentlich dachte ich am Anfang, dass die ganze Verkabelungssache Angelegenheit von Bernardo und Elias sei (die zwei Jungs, die ab und zu mit mir arbeiten). Doch leider tauchen die auch nur sehr sporadisch bei mir im Lab auf, daher hab ich die Sache selbst in die Hand genommen.
Meinen Regler, also das softwareseitige Problem hab ich jetzt schon seit gut zwei Wochen fertig, leider kann ich nichts testen, da die Hardware immer noch nicht verkabelt ist *fluch* !!! Momentan bin ich halt dabei, das was ich bisher gemacht habe, in meine schriftliche Ausarbeitung zu packen.
Zu der ganzen chilenischen Langsamkeit kam auch noch, dass ich letzte Woche aufgrund von fehlerhaften Bauteilen, die ich ausgeliehen bekommen hatte, einen Inkrementalgeber (Winkelmesser) meines Helimodells gebraten habe. Jetzt warte ich also auch noch auf ein neues Teil, ohne das ich auch wieder nicht weiterkomme. Ich kann nur von Glück reden, dass es dieses Teil überhaupt als Einzelteil gibt! Allerdings nur in den USA, Chile ist bei solchen speziellen Sachen leider keine gute Anlaufstelle. In Deutschland habe ich im Internet gleich mehrere Anbieter gefunden, die dieses Teil vertreiben.
Es bleibt also ab zu warten, wie weit ich mit meiner ganzen Arbeit hier noch komme…

Gestern kam Matthias hier an, ein Kumpel von mir, den ich vom Univolleyball in Stuttgart kenne. Er studiert zur Zeit in Buenos Aires und reist gerade seit einer Woche mit einem Studienkollegen aus Frankreich durch Argentinien und Chile. Nachdem wir dann gestern eine Tour durch Valparaiso gemacht hatten, gings erstmal ins „J. Cruz“, einer urigen Wirtschaft im Plan (der kleine Teil der Stadt, der NICHT aus Hügeln besteht) von Valparaiso zum essen. Es gab „Chorillana“. Das heißt, einen großen Haufen Pommes, bedeckt mit einem Angebratenem Mix aus Wurst, Fleisch und Rührei. Sehr lecker. Und sehr chilenisch! Danach sind wir bis um 5 Uhr morgens im „Huevo“, DER discon in Valpo, versumpft. Heute waren wir dementsprechend platt.

So, jetzt hab ich noch ganz fest vor, was an meiner Arbeit zu schreiben….

Erlebnisreiches Wochenende

Für das Wochenende um den ersten Mai haben wir (=ein Mexicano, eine Chilenin, ein Chilene, zwei Finnen und außer mir noch drei Deutsche, alle von der Uni) uns entschlossen, ein Bisschen Urlaub zu machen. Wir sind am Donnerstag spät abends mit dem Reisebus ca. 400km nach Norden ins Valle de Elqui gefahren. Sehr interessante Landschaft, heißes Wetter mit so um die 30° (die haben dort 350 Tage im Jahr Sonne!!!). Am Freitag haben wir mit gemieteten Rädern eine Radtour das Valle (=Tal) hinauf gemacht. Sehr anstrengend und heiß, aber toll! Abends wurde auf der Terasse unserer gemieteten Cabaña (=Ferienhaus) gegrillt.
Am Samstag hat ein Teil von uns eine Wanderung den Berg hinter unserer Cabaña hinauf gemacht. Abends sind wir mit dem Bus zu einer Sternwarte gefahren und haben den Saturn und den Mond beobachtet. Die Gegend um das Valle de Elqui hat die klarste Luft der Erde und wird deshalb von vielen astronomischen Institutionen zur Himmelsbeobachtung genutzt. Unter anderem befindet sich dort die europäische Südsternwarte mit ihrem weltweit größten Teleskop, dem VLT (=very large telescope, sehr einfallsreich…).
Nachts sind wir dann mit dem letzten Bus nach La Serena, der größten Küstenstadt in der Umgebung, gefahren und haben dort in einem Hostel übernachtet.
Am Sonntag gings dann auf Pinguin- und Delfinsafari. Am Besten schaut ihr euch einfach die Bilder im neuen Album an, das Passwort ist das selbe wie beim Anderen.

Außerdem ist am Donnerstag meine SPS gekommen, ich kann jetzt also endlich richtig loslegen mit meiner Studienarbeit.

Gestern, quasi als Abschluss des Wochenendes, hab ich mir im Volleyballtraining ein Band am linken Sprunggelenk angerissen. Gab n ganz schön dickes Ei am Fuß. Jetzt hab ich eine Woche lang einen wunderbar weißen Gips am Fuß…

Der Winter naht

So langsam merkt man hier echt, dass es Winter wird. Die Tage, an denen die Sonne scheint, werden immer weniger. Und an Tagen, an denen keine Sonne scheint, ist es ziemlich frisch. Die Temperaturen sind zwar für deutsche Verhältnisse nicht kalt, da es hier aber in den Häusern und auch in der Uni keine Heizungen gibt, ist man diesen Temperaturen halt ständig ausgesetzt. Also auch wenn man am Schreibtisch sitzt und sich nicht bewegt. Und bei 12° am Schreibtisch zu sitzen, ist nicht gerade angenehm… An sonnigen Tagen wärmt sich die Luft im freien schon auch mal auf 25° – 30° auf. Leider kommt in meinem Zimmer und in meinem Labor ( = Südseite = Schattenseite) davon nicht viel an. Ich geh einfach immer ne runde am Strand laufen, sobald mal die Sonne raus kommt. Danach hat sich mein Körper dann wieder ordentlich aufgeheizt und Sonne getankt.
Jetzt hol ich mir ne Decke und wickel sie um meine Beine…