{"id":226,"date":"2010-01-05T05:26:16","date_gmt":"2010-01-05T09:26:16","guid":{"rendered":"http:\/\/nino.tech-kyb.de\/?p=200"},"modified":"2010-01-05T05:26:16","modified_gmt":"2010-01-05T09:26:16","slug":"silvester-in-sydney","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.haeberlen-online.de\/?p=226","title":{"rendered":"Silvester in Sydney"},"content":{"rendered":"<p>Da Australien internettechnisch schon etwas hinter dem Mond lebt, kommen wir leider recht selten online. Seit dem letzten Blogeintrag ist schon viel passiert. Wir sind am 26. Dezember mit dem Zug von Adelaide nach Melbourne aufgebrochen. Von Kerstins WG hab ich mich verabschiedet, da ich nicht mehr dorthin zur\u00fcckkehren werde. Von Melbourne aus haben wir zwei Tagesausfl\u00fcge gemacht. Einer f\u00fchrte uns nach Phillip Island, einer kleinen Insel in der N\u00e4he von Melbourne. Auf dieser Insel kommt jeden Abend eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Zwergpinguinkolonien an Land und watschelt zu ihren Nestern zur\u00fcck. Der zweite Tagesausfglug f\u00fchrte uns die Great Ocean Road entlang, eine sehr eindrucksvolle Stra\u00dfe entlang der australischen S\u00fcdk\u00fcste. Hier liegen unter Anderem Bell&#8217;s Beach, Australiens ber\u00fchmtester Surfstrand und die zw\u00f6lf Apostel, eine einzigartigen Felsformation aus sieben alleine stehenden T\u00fcrmen im Meer.<br \/>\nAm 29. Dezember sind wir mit dem Flieger weiter nach Sydney gereist und dort abends Fabi, einen Freund von mir aus meinem Studium, getroffen. Fabi studiert seit etwas mehr als einem halben Jahr in Sydney und beschreibt seine Erfahrungen auf seinem Blog &#8222;Fab Down Under&#8220; (siehe Linkliste). Am 30. Dezember haben Kerstin und ich etwas verr\u00fccktes gemacht: Wir sind aus einem fliegenden Flugzeug gesprungen. Dazu sind wir mit einem Bus zu einem Flugplatz etwas au\u00dferhalb von Sydney gefahren. Nach einer kurzen Einweisung durch unseren Dive Buddy haben wir auch gleich unsere Sprunganz\u00fcge und Gurte angelegt. Nun mussten wir noch die Landung unseres wirklich winzigen Flugzeugs abwarten. Drin sa\u00dfem dann Kerstin, ich und zwei andere mutige samt unseren Tandempartnern. Als wir dann auf etwa 4000 Metern waren und unser jeweiliger Buddy uns an seinen Fallschirm gegurtet haben, ging auch schon die T\u00fcr des Flugzeugs auf. Mein Mund war etwas trocken und mein Puls wohl recht hoch. Doch zum dr\u00fcber nachdenken, was ich da gerade im Begriff zu tun bin, war keine Zeit. &#8222;Put your legs out, cross your arms on your breast&#8220; \u00fcbert\u00f6nte von hinten die Stimme meines Buddys den Flul\u00e4rm (auf deutsch: &#8222;H\u00e4ng deine F\u00fc\u00dfe raus und kreuze deine Arme vor der Brust&#8220;). Und schon sa\u00df ich nicht mehr im Flieger. Mein Bauch schlug Purzelb\u00e4ume wie in der Achterbahn. Nur besser. Wir schlugen auch einen Purzelbaum und sahen die offene T\u00fcre des Flugzeugs noch kurz \u00fcber uns, dann wurde der Flieger sehr schnell sehr viel kleiner. Der Wind rauschte immer schneller an meinen Ohren vorbei und ich breitete die Arme aus wie ein Vogel seine Fl\u00fcgel. Es war wirklich ein tolles Gef\u00fchl! Nach einem langen freien Fall und einer immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Erde unter uns gab mir mein Buddy ein Zeichen und zog die Rei\u00dfleine. Der gelbe Schirm \u00f6ffnete sich kurz \u00fcber den Wolken auf etwa 1000 m und bremste unseren atemberaubenden Fall. So segelten wir langsam durch die Wolken und konnten die k\u00fchle Frische darin auf der Haut f\u00fchlen. Jetzt konnten sich mein Buddy und ich auch wieder unterhalten, da der tosende Wind aufgeh\u00f6rt hatte und es pl\u00f6tzlich erstaunlich still war. Als wir die Wolken wieder verlassenhatten, konnte ich einige Meter vor uns Kerstin mit ihrem Buddy unter einem leuchtend gr\u00fcnen Schirmm gleiten sehen. So schwebten wir langsam der Erde wieder entgegen und mein Buddy zeigte mir, wie ich einen Fallschirm selbst steuern kann. Unten kamen wir kurz vor Kerstin an und blieben sogar auf den F\u00fc\u00dfen. Kerstin landete auf dem Hintern \ud83d\ude42<br \/>\nAbends mussten wir in eine andere Jugendherberge umziehen, da wir nicht durchgehend in einer buchen konnten. Um Silvester ist in Sydney nahezu alles ausgebucht. Diese zweite Juhe war ein absoluter Gl\u00fccksgriff: Ein rie\u00dfengro\u00dfes altes Schloss, das das Jahr \u00fcber normalerweise als Internat dient, wird in den Sommermonaten in eine Jugendherberge verwandelt.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag war Silvester und wir hatten uns mit Fabi, Brad, Emma, Frieda und Maria (von Kerstins Uni) um 9oo Uhr morgens am Botanischen Garten in Sydney verabretet. Dort war schon eine schier unendlich lange Schnange an der wir uns anstellen mussten. Gegen 11oo waren wir dann endlich im Garten und hatten einen ganz brauchbaren Blick auf das Opernhaus und die Harbourbridge. Um das Feuerwerk zu sehen mussten wir allerdings noch eine ganze Weile warten. Es waren zwei Feuerwerke angek\u00fcndigt: Das erste um 21oo Uhr, dieses war f\u00fcr die Familien mit Kindern bestimmt. Das zweite sollte dann um Mitternach stattfinden. Die Zeit haben wir uns mit Spazierengehen im Garten und Essen und Ruml\u00fcmmeln im Gras vertrieben. Beide Feuerwerke waren sp\u00e4ter ganz nett, besonders die Feuerwerksk\u00f6rper, die im Wasser explodierten und anschlie\u00dfend hoch in den Himmel schossen. Jedoch h\u00e4tten wir uns von dem so ber\u00fchmten Feuerwerk in Sydney zu Silvester etwas mehr erwartet.<br \/>\nAm ersten Tag des neuen Jahren machten wir mit Fabi zusammen einen sehr spontanen Ausflug mit dem Zug in die Blue Mountains (=Blaue Berge). Ihren Namen verdanken sie dem verdunstenden \u00d6l der abertausenden Eukalyptusb\u00e4ume. Diese \u00d6l liegt wie ein blauer Schleier in der ganzen Luft durch den alles etwas blau erscheint.<br \/>\nVom 2.1. bis 5.1. waren wir Dorothy, sozusagen die Institutsmama von Kerstins Institut an der Uni, bei ihren Eltern besuchen. Sie wohnen etwa zwei Zugstunden s\u00fcdlich von Sydney und hat uns in ihrem Heimatdorf Bowral alle Sehensw\u00fcrdigkeiten gezeigt. Seit dem 3.1. waren auch Brad und Emma (ebenfalls Freunde von Kerstin von der Uni) bei Dorothy zu Besuch. Gerade im Moment fahren wir wieder mit dem Zug nach Sydney.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da Australien internettechnisch schon etwas hinter dem Mond lebt, kommen wir leider recht selten online. Seit dem letzten Blogeintrag ist schon viel passiert. Wir sind am 26. Dezember mit dem Zug von Adelaide nach Melbourne aufgebrochen. 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