{"id":210,"date":"2009-08-09T22:14:00","date_gmt":"2009-08-10T02:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nino.tech-kyb.de\/?p=128"},"modified":"2009-08-09T22:14:00","modified_gmt":"2009-08-10T02:14:00","slug":"machu-picchu-vs-machu-pichu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.haeberlen-online.de\/?p=210","title":{"rendered":"Machu Picchu vs Machu Pichu"},"content":{"rendered":"<p>Gestern sind wir von einer f\u00fcnft\u00e4gigen Wanderung \u00fcber den 4600m hohen Salkantaypass, und durch das Urubambatal zur\u00fcckgekommen. Los ging es am Dienstag, dem 4.8.09 von Cuzco aus. Um 4oo wurden wir von unserem Gu\u00eda (F\u00fchrer) abgeholt, das hie\u00df aufstehen um 3:30, Rucks\u00e4cke packen und Checkout im Hotel. Nachdem wir dann zusammen mit unserem Gu\u00eda anderthalb Stunden gewartet haben, kam endlich unser Bus. Dieser brachte uns dann in einer zweist\u00fcndige Holperfahrt zu unserem eigentlichen Ausgangspunkt. Dort gab es dann ein kleines F\u00fchst\u00fcck mit der ganzen Gruppe, die aus elf Leuten bestand: Ein Puerto Ricaner, ein Costa Ricaner, eine Israelin, ein franz\u00f6sisches P\u00e4rchen, ein US-Amerikaner aus Florida und seine Schwester, ein \u00e4lteres US-amerikanisches Ehepaar aus Minnesota und wir beide. Jede Person durfte 5kg seines Gep\u00e4cks auf die uns begleitenden Pferde laden.<br \/>\nUm 10oo ging dann die Wanderung endlich los, \u00fcber schmale Wege und durch dichten Dschungel die Anden hinauf. Da wir zwei K\u00f6che dabei hatten, bekamen wir gegen 1oo eine leckeres zweig\u00e4ngiges Men\u00fc serviert. Sogar Tische und St\u00fchle wurden mittransportiert.<br \/>\nAbends erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang gegen 18oo unser Nachtlager auf ca. 3800m \u00fc. NN. W\u00e4hrend wir auf das ebenfalls wieder zweig\u00e4ngige Abendessen warteten, wurde es empfindlich kalt, so hoch in den Bergen. Zum Gl\u00fcck hatten wir unsere Skihose bzw. Skiunterw\u00e4sche, M\u00fctze und Handschuhe dabei. Eine Stunde vor dem Essen, gegen 19oo,  gab es (wie auch an jedem der folgenden Tage&#8230;) &#8222;Teatime&#8220; mit salzigem Popcorn.. Bis zum Essen waren dann alle ohne warme Klamotten erfroren, der Rest war verhungert.<br \/>\nNach dem Essen waren unsere Zelte dann schon aufgebaut, wir mussten nur noch die Isomatten und unsere eigenen Schlafs\u00e4cke hineinlegen. Die Nacht war zwar ziemlich kalt, ich hatte es in meinem Schlafsack allerdings sehr angenehm. Kerstin hat ein wenig gefroren. Da die Isomatten ziemlich d\u00fcnn waren, taten mir nach der halben Nacht beide H\u00fcften weh und ich hab kaum mehr geschlafen.<br \/>\nGeweckt wurde um 5oo mit einem Klopfen an der Zeltwand und einem Tee ans &#8222;Bett&#8220;. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck begannen wir um halb 7 dann den anstrengendsten Teil der Wanderung: Den vierst\u00fcndigen Aufstieg auf den Pass des 4600m hohen Salkantay. Die d\u00fcnne Luft lie\u00df uns zwar ganz sch\u00f6n schnaufen, Schritt f\u00fcr Schritt k\u00e4mpften wir uns aber dem h\u00f6chsten Punkt entgegen. Danach lagen uns noch 2h Abstieg, ein Mittagessen und vier weitere Stunden Abstieg in den von Moskitos bev\u00f6lkerten Dschungel vor uns. Abends wurde das Zelt auf einem nur noch 2900m hoch gelegenen Bauernhof aufgeschlagen. Es war nachts schon deutlich w\u00e4rmer als in der Nacht zuvor. Am dritten Tag ging es ebenso fr\u00fch weiter wie am zweiten. Der Weg f\u00fchrte das scheinbar unendlich lange Tal weiter bergab, allerdings war die morgendliche Wanderung schon gegen 12oo zuende: Ein Bus brachte uns auf den n\u00e4chsten Campingplatz. Dort begr\u00fc\u00dfte uns ein ca. 20cm gro\u00dfes \u00c4ffchen ganz aufgeregt. Beim Abendessen klaute er sogar den Leuten das Essen vom Teller. F\u00fcr Entspannung f\u00fcr die m\u00fcden F\u00fc\u00dfe und Muskeln sorgte allerdings vor dem Abendessen der zweist\u00fcndige Aufenthalt in den Thermalb\u00e4dern unter freiem Himmel, nahe dem Campingplatz.<br \/>\nDer vierte Tag begann etwas sp\u00e4ter als die anderen beiden. Erst gegen halb zehn wanderten wir los, nun das Urubambatal hinauf. Unser Gep\u00e4ck wurde jetzt nicht mehr per Pferd, sondern per Auto transportiert. Als wir die Eisenbahn erreichten, gab es Mittagessen. Von hier ab mussten wir dann unser gesamtes Gep\u00e4ck selbst schleppen. Ungef\u00e4hr eine Stunde nach dem Mittagessen sahen wir das erste Mal den Machu Picchu! Machu Picchu ist eigentlich der Name des Bergs nahe der weltber\u00fchmten Inkastadt. Der urspr\u00fcngliche Name der Stadt ist bis heute leider unbekannt. Beim Aussprechen des Namens muss man aufpassen: Unser Gu\u00eda Juan Carlos war Andino und sprach Quechua (Machu Picchu ist quechua). Er erkl\u00e4rte mir, dass &#8222;matschu pitschu&#8220; auf englisch &#8222;old dick&#8220; hei\u00dft&#8230; Man sollte den Namen besser korrekt, n\u00e4mlich &#8222;matschu piktschu&#8220; aussprechen. Das bedeutet dann &#8222;alter Berg&#8220;. Abends kamen wir in Aguas Calientes an und verbachten die Nacht im Hotel.<br \/>\nDie Wanderung am f\u00fcnften Tag begann fr\u00fcher denn je: Um 3:30 klingelte der Wecker, um 4oo war Loslaufen angesagt. Da f\u00fcr die Besteigung des Huayna Picchu (von hier aus ieht man die alte Inkastadt von oben) pro Tag nur 400 Leute zugelassen werden, mussten wir unter den ersten sein, die in die Stadt gelassen werden. Nach knapp anderthalb Stunden Treppenrennen und gef\u00fchlten zehn Millionen Stufen hatten wir etwa 400Hm zur\u00fcckgelegt und waren unter den ersten 150 Leuten. Um 6oo machte die Stadt auf und wir mussten ans andere Ende der Stadt rennen um ein Ticket f\u00fcr den Aufstieg.zu ergattern. Danach gab es eine entspannte und sehr interessante F\u00fchrung von Juan Carlos durch die Inkastadt. Um halb elf bestiegen wir dann Waynapicchu und hatten von oben einen gigantischen Ausblick (Fotos folgen, ich muss euch leider alle noch vertr\u00f6sten&#8230;)!!!<br \/>\nGegen 15:30 verlie\u00dfen wir Machu Picchu wieder, diesmal nahmen wir den Bus ins Tal runter. Den Weg zur\u00fcck nach Cuzco legten wir mit dem Zug zur\u00fcck, da es im Urubambatal keine Sta\u00dfe gibt.<br \/>\nHeute haben wir einen Tag Pause eingelegt und waren mit dem franz\u00f6sischen P\u00e4rchen Catherine und Nico und dem Puerto Ricaner Daniel gem\u00fctlich Essen. Anschlie\u00dfend habe wir alle f\u00fcnf und eine entspannende Massage f\u00fcr insgesamt gerade einmal 25,-\u20ac geg\u00f6nnt.<br \/>\nJetzt warten wir gerade noch auf den Bus, der uns \u00fcber Nacht nach La Paz, Bolivien bringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern sind wir von einer f\u00fcnft\u00e4gigen Wanderung \u00fcber den 4600m hohen Salkantaypass, und durch das Urubambatal zur\u00fcckgekommen. Los ging es am Dienstag, dem 4.8.09 von Cuzco aus. 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