{"id":174,"date":"2012-01-10T11:58:59","date_gmt":"2012-01-10T17:58:59","guid":{"rendered":"https:\/\/elcoach85.wordpress.com\/?p=174"},"modified":"2012-01-10T11:58:59","modified_gmt":"2012-01-10T17:58:59","slug":"das-jahr-beginnt-spannend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.haeberlen-online.de\/?p=174","title":{"rendered":"Das Jahr beginnt spannend!"},"content":{"rendered":"<p>An Neujahr sind Kerstin und ich auf einen Bootstrip mit Uwe, einem deutschen Touristenf\u00fchrer, mitgefahren. Der Plan war, an den Polo Beach zu fahren und dort den ganzen Tag mit Schnorcheln, Baden und Grillen zu verbringen. Das erste Problem gab es bei der Durchfahrt durchs Riff zum Strand. Dort fiel der Motor kurz aus und wir schrammten etwas \u00fcbers Riff. Das zweite Problem gab&#8217;s dann am Strand. Dort wurde erkannt, dass au\u00dfer Kerstin, mir und zwei anderen G\u00e4sten von Tio Tom keiner was zu essen dabei hatte. Die Idee, den Bootsfahrer zur\u00fcckzuschicken um Essen zu holen, konnte nicht umgesetzt werden, weil nun Problem Nummer drei inkraft trat: Durch den starken Wellengang haben wir auf der Hinfahrt viel zu viel Sprit verbraucht und f\u00fcr eine R\u00fcckfahrt war nun zu wenig vorhanden. Eine Lieferung eines Ersatzkanisters durch ein Wassertaxi wurde dadurch vereitelt, dass alle Tankstellen an Neujahr geschlossen haben. Zudem wurde der Wellengang immer st\u00e4rker und sowohl der Bootsfahrer als auch Uwe waren der Meinung, dass man nun selbst mit gen\u00fcgend Kraftstoff das Riff nicht mehr gefahrlos \u00fcberqueren kann. Unser gro\u00dfes Gl\u00fcck war, dass wir auf der selben Insel waren, wie auch unsere Bleibe, wir befanden uns lediglich auf der anderen Seite und dazwischen lag Dschungel.<\/p>\n<p>Als wir das Boot schlie\u00dflich an Land gezogen und alles f\u00fcr eine Heimwanderung vorbereitet hatten, kam wie aus heiterem Himmel ein zweites Boot an den Strand gefahren. Ob das nun unsere Rettung oder deren Verderben war, wussten wir nicht. Die Plan\u00e4nderung lautete nun: Frauen und Kinder (letztere waren jedoch nicht vorhanden) mit aufs Boot, die M\u00e4nner laufen. Sonst w\u00e4re das Boot hoffnungslos \u00fcberladen gewesen. Beim Zuschauen, wie der neue Bootsfahrer nun mit den ganzen Leuten das Riff verlies und \u00fcber die Wellen sprang war uns Hinterbliebenen nicht so ganz wohl. Kurze Zeit sp\u00e4ter konnten wir das Boot samt Besatzung jedoch weiter drau\u00dfen auf dem Meer, hinter der Brechlinie, wo die Wellen sehr viel schw\u00e4cher waren, erkennen. So wanderten wir dann nach Hause und alle kamen heil an.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag abends h\u00f6rten wir von Uwe, dass er mit seinem Bootsf\u00fchrer sein Boot holen gegangen war. Zumindest hatte er den Versuch unternommen. Beim \u00dcberqueren des Riffs fiel sein Motor wieder aus und lies sich nicht mehr starten. Daraufhin trieb das Boot immer n\u00e4her auf die messerscharfen Korallenb\u00e4nke zu, wurde parallel zu den Wellen gedreht und drohte zu kentern. Im letzten Moment konnten sich beide durch einen Sprung ins Wasser retten. Der Bootsfahrer konnte unverletzt an Land schwimmen, Uwe wurde aufs offene Meer getrieben. Das Boot schrammte w\u00e4hrenddessen kieloben \u00fcber das Riff und der Bootsfahrer versuchte Hilfe zu holen. Sp\u00e4ter erwischte Uwe eine andere Str\u00f6mung. Diese zog ihn wie ein St\u00fcck Strandgut \u00fcber die Korallen um ihn schlie\u00dflich mit erstaunlich wenigen Verletzungen an den Strand zu schwemmen. Das Boot war bereits dort, der Motor nun v\u00f6llig im Eimer.<\/p>\n<p>Ich denke, Uwe wird keine Bootstour mehr an diesen Strand machen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Neujahr sind Kerstin und ich auf einen Bootstrip mit Uwe, einem deutschen Touristenf\u00fchrer, mitgefahren. 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