{"id":161,"date":"2011-12-29T10:30:53","date_gmt":"2011-12-29T16:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/elcoach85.wordpress.com\/?p=161"},"modified":"2011-12-29T10:30:53","modified_gmt":"2011-12-29T16:30:53","slug":"erst-die-arbeit-dann-das-vergnugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.haeberlen-online.de\/?p=161","title":{"rendered":"Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p>Heute Nacht war unsere letzte Schicht im Schildkr\u00f6tenprojekt. Am Montag gab es &#8211; o Wunder &#8211; etwas Fleisch zu Mittag und Kerstin hat sich im Surfen verbessert. Sonst gibt es nicht viel neues seit meinem letzten Eintrag.<\/p>\n<p>Da ich es bisher vers\u00e4umt habe, einen normalen Tag im Camp zu beschreiben, hole ich das schnell nach. Manchmal wird man morgens um 6 Uhr geweckt, dann gibt es vor dem Fr\u00fchst\u00fcck schon Arbeit. Zur Zeit gibt es jedoch nicht so viel Arbeit, wie in der Hochsaison von August bis Anfang November. Daher f\u00e4ngt der Tag meist mit dem Fr\u00fchst\u00fcck gegen 8 Uhr an: Meistens Gallo Pinto (Reis mit schwarzen oder roten Bohnen), eventuell eine Scheibe Toast dazu. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wird dann bis 10 Uhr gearbeitet &#8211; egal, ob es Arbeit gibt, oder nicht&#8230; Sinnvolle Arbeit ist zum Beispiel geschl\u00fcpfte Nester ausgraben und mit frischem Sand zu bef\u00fcllen oder den Strand von angeschwemmtem M\u00fcll zu s\u00e4ubern. Sinnlose Arbeit ist beispielsweise, den bereits unkrautfreien Pfad zum Camp von Unkraut zu befreien. <\/p>\n<p>Au\u00dfer dieser gemeinsamen Arbeit gibt es noch den Schildkr\u00f6tendienst. Jeder Freiwillige hat zweimal am Tag je zwei Stunden Schicht. Die erste Schicht ist in der Nacht irgendwann zwischen 18:00 und 6:00 Uhr, die zweite Schicht zw\u00f6lf Stunden sp\u00e4ter. In dieser Schicht muss jede halbe Stunde nachgesehen werden, ob neue Babies geschl\u00fcpft und aus dem Sand gekrochen sind. Falls dem so ist, werden sie registriert, die ersten 10 jedes Nests gewogen, gemessen und anschlie\u00dfend ins Meer entlassen. Nachts gibt es au\u00dferdem eine Patrullie, die nach neuen Nestern sucht. Findet diese ein Nest, so werden die Eier ausgegraben, gez\u00e4hlt, ins Camp gebracht und den schichthabenden Freiwilligen zum Eingraben im Gehege \u00fcberlassen. Der restliche Tag ist frei, das Camp darf aber nur Sonntags, ab und zu Donnerstags und ansonsten nur mit Sondererlaubnis verlassen werden. Da wir bei Flut ungef\u00e4hr zehn Meter und bei Ebbe etwa 30 Meter von der Brandung entfernt wohnten, haben Kerstin und ich die freie Zeit mit Surfen verbracht. Dazu hatten wir uns beide in S\u00e1mara je ein Surfboard f\u00fcr die Zeit im Camp gemietet. Das war g\u00fcnstiger, als vom Campchef st\u00e4ndig eines f\u00fcr v\u00f6llig \u00fcberteuerte 4 Dollar pro Stunde zu mieten. Zudem gab es keine Garantie ein Board dann zu bekommen, wenn man gerne eins haben wollte.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir die Arbeit im Camp hinter uns gelassen und sitzen im Bus nach San Jos\u00e9, von wo aus es morgen weiter in Richtung Panam\u00e1 auf die Inselgruppe Bocas del Torro geht. Jetzt haben wir etwa drei Wochen Urlaub!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Nacht war unsere letzte Schicht im Schildkr\u00f6tenprojekt. Am Montag gab es &#8211; o Wunder &#8211; etwas Fleisch zu Mittag und Kerstin hat sich im Surfen verbessert. Sonst gibt es nicht viel neues seit meinem letzten Eintrag. 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