{"id":126,"date":"2011-12-15T10:37:33","date_gmt":"2011-12-15T16:37:33","guid":{"rendered":"http:\/\/elcoach85.wordpress.com\/?p=126"},"modified":"2011-12-15T10:37:33","modified_gmt":"2011-12-15T16:37:33","slug":"buena-vista-turtle-project","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.haeberlen-online.de\/?p=126","title":{"rendered":"Buena Vista Turtle Project"},"content":{"rendered":"<p>Seit Sonntag bin ich nun in der N\u00e4he von S\u00e1mara im Schildkr\u00f6tenprojekt Buena Vista. Wenn man hier in der Stadt ankommt, muss man zuerst ein Taxi nehmen, dass einen an die M\u00fcndung des Flusses Buena Vista nehmen. Dort wird man dann von einem der Freiwilligen empfangen und muss mit seinem gesamten Gep\u00e4ck \u00fcber den Fluss waten. Von dort aus l\u00e4uft man dann etwa eine viertel Stunde entweder den Strand entlang oder durch den Urwald. Das Camp befindet sich direkt am Strand hinter einem selbst errichteten Schutzwall aus Sand. Es besteht aus drei Brutzonen f\u00fcr die Schildkr\u00f6teneiern und einer gro\u00dfen h\u00f6lzernen, mit Wellblech beplankten H\u00fctte, die das Hauptgeb\u00e4ude darstellt und in deren oberen Stockwerk sich der Schlafsaal f\u00fcr die Freiwilligen befindet. Neben der Haupth\u00fctte gibt es noch eine kleinere, in der die Assistenten des Campchefs n\u00e4chtigen, sowie die H\u00fctte des Chefs selbst.<\/p>\n<p>Die Arbeit l\u00e4uft hier so ab, dass jeder der Freiwilligen zweimal am Tag Schicht hat. Einmal in der Nacht zwei Stunden und einmal am Tag zwei Stunden. In dieser Schicht muss man jede halbe Stunde schauen, ob in der Brutst\u00e4tte Schildkr\u00f6tenbabys geschl\u00fcpft sind. Ist dies der Fall, m\u00fcssen diese eingesammelt und an die Stelle am Strand gebracht werden, an der die Schildkr\u00f6tenmutter acht bis zehn Wochen vorher die Eier im Sand vergraben hat. Dort werden die Kleinen dann freigelassen und sie watscheln dann allesamt in die richtige Richtung, n\u00e4mlich ins weite Meer.<\/p>\n<p>Ab und zu kommt es dann auch w\u00e4hrend der Schicht vor, dass die sogenannte Patrouille einen Sack voll frisch gelegter Eier anschleppt. Diese Eier m\u00fcssen dann in der Brutst\u00e4tte in einer Tiefe von 45-50cm im Sand vergraben werden. Anschlie\u00dfend wird ein Protokoll aufgenommen, in dem festgehalten wird, wann und wo das Nest mit den Eiern gefunden wurde, wie viele Eier sich darin befanden und an welcher Stelle der Brutst\u00e4tte die Eier nun vergraben wurden.<\/p>\n<p>Au\u00dfer den zwei Schichten, die jeder am Tag hat, wird auch morgens nach und manchmal sogar vor dem Fr\u00fchst\u00fcck etwas gearbeitet. Dabei handelt es sich dann um Wartungsarbeiten am Camp oder Strandreinigungsarbeiten oder was eben anf\u00e4llt. Fr\u00fchst\u00fcck gibt es um 8oo Uhr, Mittagessen um halb 12 und Abendessen gegen halb 5. Wenn es dunkel wird, ist es n\u00e4mlich auch wirklich dunkel. Strom gibt es nur von einigen Solarzellen auf dem Dach und dieser wird auch nur zum Laden von diversen Akkus und f\u00fcr Notf\u00e4lle gebraucht. Daher gehen die meisten Leute im Camp zwischen 19oo und 21oo Uhr schlafen. Das ist angesichts der Nachtschichten aber auch eine ganz gem\u00fctliche Uhrzeit.<\/p>\n<p>Heute nacht sind das erste Mal seit ich hier bin Schildkr\u00f6ten geschl\u00fcpft. Sonst habe ich bisher jede Nacht nur Gelege vergraben.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Sonntag bin ich nun in der N\u00e4he von S\u00e1mara im Schildkr\u00f6tenprojekt Buena Vista. Wenn man hier in der Stadt ankommt, muss man zuerst ein Taxi nehmen, dass einen an die M\u00fcndung des Flusses Buena Vista nehmen. 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